010.10.08|Lkr. Dachau|Lkr. Dachau
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Die Gemeinde Schwabhausen übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Kostensenkung der Straßenbeleuchtung.

Zur Inbetriebnahme gab es zwar keinen roten Knopf, aber ein Laptop wurde als Bedienpult umfunktioniert. Die Organisatoren des Stromsparpilotprojektes von links: Jürgen Dölfer (3. Bürgermeister, Peter Kurzrock (e.on) Josef Mederer und Edmund Kurz (e.on) Foto hwa
Mit einer vollkommen neuen Dimmer-Schaltung für die Straßenbeleuchtung probieren Kommune und Energiedienstleister e.on Bayern ein Pilot-Projekt in Oberbayern. Die Straßenbeleuchtung in einigen Straßen wird während einer zehnstündigen Betriebsphase um zu vorher festgelegten Zeiten gedimmt. Vor und nach der Reduzierphase brennen die Lampen wie gewohnt mit voller Leuchtkraft.
So wird die Helligkeit der Lampen auf Empfehlung der Herstellerfirma die ersten zwei Stunden (ab 20 Uhr) um 30 Prozent, die folgenden sieben um 67 Prozent und die restliche Stunde wieder um 30 Prozent reduziert. Insgesamt können durch die jetzt in Betrieb genommene Einrichtung 34 Straßenlampen auf diese Art in ihrer Leuchtkraft reduziert werden. Dadurch sollen sich der Stromverbrauch und damit die Kosten bei einer jährlichen Gesamtbrenndauer von 4050 Stunden jeweils um die Hälfte verringern.
Die Kommune investiert in diese Energiesparmaßnahme rund 6400 Euro. Dieser Betrag wird sich mit dem eingangs beschriebenen Dimmprofil in zehn Jahren amortisieren.
Um Erfahrungen mit dieser neuen Technik zu sammeln, wird e.on Bayern für den Zeitraum von mindestens einem Jahr das Projekt begleiten und die erfassten Daten über Fernübertragung sammeln, auswerten und gratis der Gemeinde zur Verfügung stellen. Die Kosten dafür trägt der Energiedienstleister. Ist das Projekt erfolgreich, wird die Gemeinde überlegen, weitere der rund 35 Schaltstellen bei insgesamt 613 Brennstellen in der örtlichen Straßenbeleuchtung mit dieser neuen Technik auszustatten.
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