Schwabhausen - CSU-Landtagsabgeordneter tritt Eindruck entgegen, er könne für den Erhalt des Bahnübergangs an der ehemaligen Kläranlage in Schwabhausen noch etwas ausrichten.

Die Hoffnungen der Gemeinde Schwabhausen, den Bahnübergang an der ehemaligen Kläranlage erhalten zu können, bekommen einen herben Dämpfer: Der CSU-Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath, der in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch als Hoffnungsträger bezeichnet worden war, ist auf Anfrage entschieden entgegengetreten, er sehe hier noch Möglichkeiten.
Ganz im Gegenteil: „Ich habe bei den Gesprächen klipp und klar gesagt: Ich setze mich nur in Marsch, wenn die Gemeinde sagt, sie übernimmt die Kosten für die Beschrankung. Das war die Gesprächsgrundlage und absoluter Konsens“, betont der Abgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende gegenüber den Dachauer Nachrichten.
Das hat der Gemeinderat allerdings nicht getan: Vielmehr wurde der Beschluss gefasst, zwar eine Beschrankung nach wie vor zu favorisieren, aber nur unter der Voraussetzung, dass sich die Gemeinde mit der Bahn und dem Freistaat die Kosten dafür teilt.
Widerspruch hat sich angesichts der Berichterstattung der Dachauer Nachrichten auch bei Schwabhausens Bürgermeister Josef Baumgartner geregt. Er hat unlängst beobachtet, wie der Landwirt aus Stetten, der den Wegfall des Übergangs beklagt hatte, „den ganzen Tag mit Mist durch die Lindenstraße gefahren ist. Das war offenbar gar kein Problem trotz des großen Fuhrwerks, und aufgeregt hat sich auch niemand“, so der Gemeindechef.
Er habe in diesem Fall auch keine großen Hoffnungen auf den Landtagsabgeordneten gesetzt, sagt Baumgartner. Da sei im Gemeinderat offenbar ein falscher Eindruck entstanden. Seidenath habe in den Gesprächen immer betont, dass eine Kostendrittelung nicht möglich sei, bestätigte der Bürgermeister.
Der Ratsbeschluss sei so zu verstehen, dass sich die Gemeinde ein Hintertürchen aufhalte, für den Fall, dass bei der Bahn aus unerfindlichen Gründen doch noch ein Umdenken stattfinde.
Das sei schließlich schon einmal geschehen, erinnert Baumgartner: „Denn bis Februar 2011 waren wir ja auf dem Stand, dass der Bahnübergang so erhalten werden kann wie er ist - ohne eine Beschrankung. Damals hieß es in der Stellungnahme der Bahn nur, dass es aufgrund der Arbeiten womöglich eine Woche lang Behinderungen für die betroffenen Landwirte geben würde.“
Kurze Zeit später kam dann die Nachricht, dass der unbeschrankte Erhalt des Übergangs aus Sicherheitsgründen nun doch nicht möglich sei. (tor)
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