Dachau/Indersdorf/Landshut - Bettina W. wurde genommen, was ihr am liebsten war. Im Oktober starb ihr Sohn Christoph. Er saß im Wagen seines besten Freundes auf dem Beifahrersitz. Der Fahrer, enthemmt durch Drogen, raste gegen eine Tunnelwand.

© Christandl
Andenken an Christoph: Kerzen und Fotos stehen hinter der Eckbank der Familie W.
„Christoph war mein einziges Kind, das ich durch diesen Wahnsinn verloren habe“, sagt Bettina W. Es fällt ihr unermesslich schwer, doch Bettina W. erzählt die Geschichte, die ihr Leben zerstörte. „Es ist mein Wunsch, insbesondere junge Menschen zu sensibilisieren.“
Bettina W. und ihr Sohn stammen aus Indersdorf. Ebenso T., der zwischenzeitlich sogar bei der Familie wohnte, weil er daheim rausgeflogen war. Dass er mehrfach vorbestraft war - auch wegen Drogen -, wussten Bettina W. und ihr Mann Arnd nicht.
An einem Morgen im Oktober fährt T. nach Berlin, kauft dort einen aufgemotzten Honda. Am Abend holt er Christoph im neuen Heim nahe Landshut ab. Eine Spritztour.
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