Dachau - Beim Thema Borreliose läuten bei vielen die Alarmglocken. Dr. Tobias Rupprecht leitet seit kurzem eine Spezialambulanz für die gefährliche Neuroborreliose am Klinikum Dachau.

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Dr. Tobias Rupprecht preisgekrönter Leiter der Spezialambulanz. foto: hollenz
Oberarzt Dr. Tobias Rupprecht hat nach jahrelanger Forschung am Klinikum Großhadern herausgefunden, wie die Nervenkrankheit in ihrem Frühstadium nachgewiesen werden kann. Dafür erhielt der 37-Jährige 2007 den Stiftungspreis der deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik und klinische Neurochemie. Durch diesen Erfolg wurde die Amper Kliniken AG auf den Mediziner aufmerksam und bot ihm eine Stelle als Oberarzt in Dachau an. Dort baute er eine Spezialambulanz für Neuroborreliose auf.
„Wir haben die Spezialambulanz eingerichtet, weil viele Ärzte die Krankheit bei ihren Patienten vermuten, sie aber nicht eindeutig bestimmen können“, erklärt Rupprecht. „In unserer Ambulanz haben wir die nötige klinische Erfahrung, um bei einem Patienten festzustellen, ob er Neuroborreliose hat, oder nicht.“
Nach ein bis zwei Tagen stellt sich dann heraus, ob der Patient infiziert ist oder nicht. „Wenn wir die Neuroborreliose in ihrem Frühstadium erkannt haben, lässt sie sich sehr gut mit Antibiotika behandeln“, sagt Rupprecht. Deshalb sei seine Methode, mit der die Neuroborreliose auch im Frühstadium erkannt wird, so wichtig.
Seit der Einrichtung der Spezialambulanz nehmen die Anfragen zu. Rupprechts Beratungsstunden sind oftmals über Wochen ausgebucht. Die Kranken kommen aus ganz Deutschland. „Oft kann ich Neuroborreliose“, so Rupprecht. Die Krankheit sei nicht so weit verbreitet, wie viele denken. „Seit März hatten wir vielleicht fünf Fälle.“ (mhz)
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