Dachau/Vierkirchen - Sie versprachen Hilfe und wollen doch nur eins: Ihre braunen Parolen loswerden. Ein Vierkirchner Unternehmer ist bei der Suche nach einem Rechtsbeistand an die Falschen geraten.
Karl-Heinz Bestles Unternehmen hatte rund 20 Mitarbeiter. Es geriet in Schieflage und der Chef selbst bei der Suche nach Hilfe an eine rechtsextreme Gruppe, die sich ihm als Rechtsbeistand antrug, jedoch nur die Verbreitung ihrer Ideologie im Sinn hatte. In einer Versteigerungsverhandlung vor dem Amtsgericht München kam es zum Eklat.
Beim Versteigerungstermin in München zeigten etwa 20 IPM-Sympathisanten ihr wahres Gesicht. Es blieb nicht bei Parolen. Der Vierkirchner Bürgermeister Heinz Eichinger (SPD) wurde wegen seiner Parteizugehörigkeit übel beschimpft. Der Wachdienst konnte die IPD-Leute aus dem Saal drängen.
Ein zweiter Termin fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Doch das war nicht mehr nötig. Bestle hatte sich sofort nach der ersten Verhandlung von seinen „Rechtsbeiständen“ getrennt.
Bestle, lange Jahre für die CSU im Vierkirchner Gemeinderat tätig, legt Wert darauf, nicht in die rechte Ecke gedrängt zu werden. „Ich hatte noch nie was mit Rechtsradikalen zu tun“, versichert er. Unterstützung erhält er von Eichinger: „Ich kenne Bestle gut aus jahrzehntelanger Arbeit. Er ist ein Demokrat.“ (mm)
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