Dachau - Der Landwirtschaft geht der Nachwuchs aus. Im Kreis Dachau ist derzeit die Zukunft von 272 Höfen noch ungewiss - das hat die jüngste Landwirtschaftszählung ergeben. Veröffentlicht wurden die Daten vom Landesamt für Statistik.

Etwa alle zehn Jahre werden im Rahmen der Landwirtschaftszählung die Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe, die 45 Jahre und älter sind, auch zur Hofnachfolgesituation in ihren Betrieben befragt. Die Hofnachfolge und der Generationenwechsel stehen in direkter Verbindung mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft. Ist kein geeigneter Nachfolger in Sicht ist, führt das meist zur Auf- oder Abgabe des landwirtschaftlichen Betriebs.
Von den 895 im Kreis Dachau ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben, haben 537 einen Inhaber, der mindestens 45 Jahre alt ist, und sich deshalb mit der Nachfolgefrage auseinandersetzen musste. Das Ergebnis lautet: Für 265 Betriebe gibt es eine geregelte Nachfolge, für den Rest, also für 272, noch nicht.
Von der Landwirtschaft leben, können längst nicht alle Landwirte. Im Kreis Dachau werden 857 landwirtschaftliche Betriebe als Einzelunternehmen geführt, darunter 478 im Haupterwerb, die anderen 379 im Nebenerwerb. Bezogen auf ganz Bayern wird derzeit noch rund jeder zweite landwirtschaftliche Betrieb im Haupterwerb geführt. sus
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