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Walli rettet Welpen vor Autos und Kältetod

Walli rettet Welpen vor Autos und Kältetod

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Artikel: Walli rettet Welpen vor Autos und Kältetod

Karlsfeld - Drama an der B 13: Fünfjährige Hündin bringt Rettungshundeführer aus Karlsfeld zu ausgesetzten Kleinen – Mann wird auf frischer Tat ertappt.

Retter und Gerettete: Walli, ihr Herrchen und die insgesamt sieben Welpen in der Wohnung in Karlsfeld. Foto: Zimmerly

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Walli spürt im Auftrag der Mantrailer- und Rettungshundestaffel Starnberg verschüttete Menschen auf. Am Donnerstag hat der treue Gebirgsschweißhund fünf Welpen das Leben gerettet.

Gemeinsam mit Herrchen Robert Plank war die Jagdhündin gerade im so genannten Schweizer Holz an der B 13 bei Oberschleißheim unterwegs. Plötzlich nahm die fünfjährige Walli Witterung auf. „Ich lief ihr in den Wald nach, und auf einmal haben mich ein Mann und fünf junge Hunde angeschaut.“ Der 48-jährige Rettungshundeführer aus Karlsfeld fragte den Mann, was er hier mache. Er sei eben mit den Hunden aus einem Auto rausgeworfen worden, antwortete dieser mit ungarischem Akzent. Plank war sofort klar: Der wollte die Kleinen aussetzen.

Plank tippte schon die Nummer der Polizei ins Handy, als er zu seiner Verblüffung einen Streifenwagen sah. Ein Brummifahrer hatte die Beamten alarmiert – und stand nun mit zwei weiteren kleinen Hunden auf dem Arm vor Plank. Der Lastwagenfahrer hatte eine Vollbremsung hinlegen müssen, weil die zwei Welpen gerade vor ihm über die Bundesstraße 13 getapst waren. Erst in allerletzter Sekunde habe er seinen Laster stoppen können, bedeutete er Plank.

Rettungshundeführer Robert Plank ist auch Mitglied beim Dachauer Netzwerk SOS-Vierpfoten, das sich um ausgesetzte oder kranke Tiere kümmert. „Ich habe die Kleinen mit zu mir nach Hause genommen. Sie haben furchtbar gefroren, einer konnte gar nicht mehr laufen.“

Das etwa acht Monate alte Septett, drei Beagle, drei Vizsla (ungarische Jagdhunde) und ein Golden Retriever, ist mittlerweile wieder putzmunter und scheint die Strapazen ohne Schäden überstanden zu haben. Ein Tierarzt wird sie nun untersuchen, impfen und mit einem Chip versehen. Nach ein paar Tagen in Quarantäne wollen Plank und Vierpfoten-Vereinschefin Silvia Mantik ein schönes Plätzchen für die kleinen Racker suchen. Interessierte können sich bei Mantik (Telefon 01 79/ 6 86 31 08) melden.

Nach Auskunft der Polizei Oberschleißheim ist der Peiniger der Hunde wieder auf freiem Fuß. Ihn erwartet nun möglicherweise ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. (zim)

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