Dachau - Vor zehn Jahren gab es im Landkreis Dachau so gut wie keine mehr: Jetzt sind es so viele, dass sie zum Problem werden: Wildschweine. Vor allem die Landwirte klagen.

Ab durch die Mitte: Meist aber verstecken sich Wildschweine.
„Bei Oberzeitlbach ist gerade ein Maisfeld geerntet worden, da waren über 20 Schweine drin“, berichtet BBV-Obmann Anton Kreitmair. In den Feldern können die Wildschweine erheblichen Schaden anrichten. Nicht nur, dass sie den Mais fressen, sie trampeln Pflanzen um und wühlen die Erde auf – die Bauern können den Mais nicht mehr ernten. Kreitmairs Forderung: „Die Tiere abschießen.“
Das tun die Jäger. Aber es ist nicht so leicht, wie Max Lederer, Vorsitzender des Jagdschutz- und Jägervereins, erklärt: „Die Tiere sind sehr schlau!“ Hinzu kommt, dass der Landkreis sehr waldarm ist, es aber viele Maisfelder gibt. Und dort haben die laut Wildschweine, was sie zum Leben brauchen. Lederer: „Die müssen da nicht raus. Im Mais haben sie Nahrung und Deckung.“
Raus trauen sie sich höchstens nachts. Und da kommt den Waidmännern das Jagdrecht in die Quere. Jagd mit Beleuchtung oder Nachtsichtgerät ist verboten.
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