026.04.10|Lkr. Dachau|Lkr. Dachau|
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Haimhausen - Mit Quadro Nuevo war eines der angesagtesten Musikensembles zu Gast beim Haimhauser Kulturkreis. Im Konzert in der Bavarian International School überzeugten die vier Vollblutmusiker vom ersten bis zum letzten Ton.

Hörbar macht das Ensemble Quadro Nuevo – Andreas Hinterseher, Mulo Francel, D. D. Lowka und Evelyn Huber – mit seiner Musik, was man für gewöhnlich nur fühlen oder schmecken kann. Foto: HAB
Sie sind, wie es scheint in der Welt zu Hause und können dem entlegensten Flecken Erde etwas abgewinnen. Sie sammeln Impressionen und Besonderheiten und verwandeln sie in faszinierende Klangwelten. Mit ihrer Musik nehmen sie den Hörer mit auf eine Reise zwischen Gestern und Morgen, auf eine Gratwanderung zwischen bittersüßer Melancholie, poetischer Verträumtheit und fetzig-schräger Improvisation.
Mit intensiven Klängen zaubert das Ensemble Bilder ferner Welten im Wechsel von zarter Empfindung bis zu leidenschaftlichem Temperament und wilder Betriebsamkeit. Die vier Virtuosen verwirklichen sich in zahlreichen Projekten und mischen in ihren Konzerten Tango, Flamenco, Musettewalzer, Jazz und Individualmusik. Sie zelebrieren die Töne, breiten einen ornamentereichen östlich geprägten Klangteppich aus, animieren das Publikum zum Tanz und verausgaben sich physisch und mental in nicht-enden-wollender Spielfreude. An Grenzen scheinen sie dabei nicht zu stoßen: Das musikalische Können beflügelt die Fantasie und schafft immer neue interessante und verblüffende Klangkreationen, überwindet die räumliche und kulturelle Distanz zwischen Okzident und Orient.
Andreas Hinterseher auf seinem Akkordeon, dem Bandoneon, dem Vibrabandoneon oder der südafrikanischen Bum-Bum-Trommel, D. D. Lowka auf dem Kontrabass und dem Perkussionsset oder Evelyn Huber an der imposanten Konzertharfe und dem Salterio oder Mulo Francel auf Klarinetten, Saxophonen und Gitarre – die vier Musiker von Quadro Nuevo zeigen einen Einsatz, der typisches Suchtverhalten spiegelt. Die Übereinstimmung im Klangerlebnis ist die Summe eines fantastischen Musikverständnisses und eines vertrauensvollen Sich-Einlassens auf die spontane Individalität, mit der jeder der soloerprobten Virtuosen den musikalischen Faden weiterspinnt zwischen Passagen, die in Fragmenten bekannt erscheinen. (don)
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