Ebersberg - Der Beginn des neuen Schuljahres wird für Familien mit kleinem Geldbeutel im Landkreis Ebersberg zu einer nahezu unbezahlbaren Belastung. Schule kostet Geld - Geld, das Hartz IV-Bezieher und Arbeitnehmer mit kleinem Verdienst nicht haben.
Kinderarmut lasse sich nicht nur an mangelnder Ausstattung erkennen, sondern auch daran, wenn ein Kind an Schulausflügen oder gemeinsamen Kinobesuchen nie teilnehmen könne, so Waltraud Stückle-Mayrhofer von der kirchlichen Sozialarbeit des Diakonischen Werks in einer Mitteilung am Freitag. Sie appelliert an Lehrer, bei der vorgeschriebenen Ausrüstung auf ärmere Schüler Rücksicht zu nehmen. Mit der „Aktion Schultüte“ wolle das Diakonische Werk in Zusammenarbeit mit der Ebersberger Tafel wieder einen Beitrag leisten. Jedes Schulkind der Familien der Tafel bekommt eine kleine Schultüte mit einigen Süßigkeiten und Schulmaterial, findenziert mit den Spenden für die Tafel. Das Diakonische Werk ergänzt die Tüte mit einer fianziellen Hilfe in Höhe von 20 Euro. Mit dieser eher symbolischen Geste solle den Familien gezeigt werden, dass die mangelnde Bedarfsdeckung durch das Arbeitslosengeld II gesehen und ihnen dadurch eine emotionale Unterstützung gegeben werde, so Waltraud Stückle-Mayrhofer weiter.
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