001.09.10|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|1
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Anzing - Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 energietechnisch unabhängig zu werden. Einen Beitrag dazu will erklärtermaßen auch die Gemeinde Anzing liefern. Zu diesem Zweck wird sich am Mittwoch, 15. September, um 19 Uhr, im Forsthof, ein neuer kommunaler Arbeitskreis Energie gründen.
Mitglieder in dieser bewusst klein gehaltenen Gruppe sollen neben Vertretern der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats ein paar Bürger sein, die sich in Energiefragen besonders gut auskennen. Ziel der Runde soll es sein, neben einer anfänglichen Bestandsaufnahme insbesondere Möglichkeiten aufzuzeigen, wo im Gemeindegebiet Projekte denkbar sind; sowohl auf privater als auch auch auf öffentlich-kommunaler Basis.
In Anzing, so sagte auf Nachfrage der Verwaltungsmitarbeiter Daniel Zygalakis, gebe es bereits diverse Einzelprojekte. Die Spanne reiche von vermieteten Solarflächen auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses über die derzeit laufende energetische Sanierung des Schulhauses bis hin zum besonderen Heizungskonzept im neuen Rathaus auf der Basis einer Luftwärmepumpe. Daneben gebe es bemerkenswerte private Initiativen, ob bei Lidl auf dem Dach oder bei der Buchbinderei Bückers.
Zygalakis verwies gegenüber der Heimatzeitung auch auf die laufenden Bemühungen, eine Holzhackschnitzellösung für das Neubaugebiet Sunderndorferstraße und Umgebung zu verwirklichen. Hier hatte es zuletzt eine Befragung möglicher Anschließer gegeben mit einer aus Verwaltungssicht derzeit noch recht unentschiedenen Tendenz. Deshalb soll es für potentielle Interessenten am Mittwoch, 22. September, ebenfalls im Forsthof, eine weitere Infoveranstaltung zum Bau einer solchen zentralen Heizanlage geben. Es werden daran voraussichtlich Fachleute der TU München, der Firma P und S Energietechnik und der MW Biomasse AG teilnehmen und auchvortragen.
Eine Holzhackschnitzelanlage wäre aus Sicht der Anzinger Verwaltung ein gewaltiger erster Schritt zu einer energetischen Unabhängigkeit der Kommune. Für das aktuelle Neubaugebiet hatte sie bewusst auf einen Anschlusszwang verzichtet, jedoch eigens eine Fläche für ein kleines Hackschnitzelwerk auf dem Bolzplatzareal reserviert.
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