323.07.10|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|11
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Aßling - Der Ton im Aßlinger Bürgermeisterwahlkampf wird schärfer. Es gibt Streit, weil Rathauschef Werner Lampl (CSU) nur an der Podiumsdiskussion der örtlichen Agenda teilnimmt, eine weitere der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) aber ausgeschlagen hat.
Die Aßlingerin Marie-Lusie Braun, Ansprechpartnerin der KLB im Landkreis, war im Rathaus, um bei Lampl um die Teilnahme an einer weiteren Diskussionsrunde mit ihm und seinem von SPD und Grünen nominierten Herausforderer Benedikt Mayer zu bitten. „Er hat gesagt, eine Diskussionsrunde würde reichen, wir sollten uns doch an der von der örtlichen Agenda ausgerichteten beteiligen“, berichtet Braun. Sie kann Lampls Absage nicht verstehen. „Wenn eine Bürgermeisterwahl ist, warum kann denn nicht auch eine zweite solche Veranstaltung stattfinden“, fragt sich Braun. „Wir sind als katholischer Verband doch wohl neutral genug.“ SPD-Gemeinderätin Karen Schiöberg-Fey sagt: „Mir leuchtet die Absage von Herrn Lampl nicht ein“. Bei einer Einladung der KLB hätte es sich doch sicherlich um ein anderes Publikum, vorwiegend in der Kirche engagierter Leute, gehandelt. „Normal denkt man doch, dass ein CSU-Kandidat bei einer Einladung kirchlicher Gruppen erfreut mit den Händen klatscht“, äußert Schiöberg-Fey ihr Unverständnis.
Der Bürgermeister sagt, die KLB hätte sich mit der Agenda absprechen müssen. „Ich drücke mich überhaupt nicht“, betont er auf Anfrage der Ebersberger Zeitung . Es sei alles eine Frage der richtigen Koordination. „Anscheinend haben die Landfrauen aber nicht mit der Agenda geredet.“ Lampls zusammenfassendes Statement lautet: „Ich bin jederzeit für eine Podiumsdiskussion da, aber es müssen ja nicht zwei oder drei sein.“
Von Eberhard Rienth
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