Grafing - Nach der 1:3-Niederlage zum Auftakt der Relegation zur 2. Bundesliga müssen die Volleyballer von Coach Jürgen Pfletschinger am Samstag und Sonntag gewinnen, um aufzusteigen.

Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher! Gegen den TV Waldgirmes standen die Grafinger (hier Jörg Fredersdorf, l., und Dominik Dreyer) auf verlorenem Posten. Foto: sro
von johannes markmann
Grafing - „Das wird ein ganz schweres Spiel, das habe ich schon beim Einschlagen gesehen. Die sind technisch echt gut drauf“, bangte Marcus Bohle, Manager der Grafinger Volleyballer, nach wenigen Punkten. Er sollte Recht behalten, denn der TV Waldgirmes präsentierte sich gestern Abend unerwartet stark und brachte den Grafingern im Auftaktspiel der Zweitliga-Relegation eine 1:3-Niederlage (24:26, 23:25, 25:23, 21:25) bei.
Auch die Nervenstärke des Gegners imponierte, denn auch gegen eine stehende und tobende Halle erlaubte sich Waldgirmes nur wenige Fehler, während bei den Grafingern in den entscheidenden Szenen immer wieder die Nerven mit ins Spiel kamen.
Zwar kann man der Pfletschinger-Truppe einen großen Kampfgeist nicht abstreiten, doch bleibt einzusehen: Der Gegner war stärker, so dass die Niederlage in Ordnung geht.
Mit diesem Urteil musste sich auch Trainer Jürgen Pfeltschinger zufrieden geben: „Wir unterschätzen keinen Gegner. Aber, dass die so stark sind, das kam doch überraschend. Wir haben nicht erkannt, an welchen Stellen wir ansetzen müssen, um dieses Spiel noch zu gewinnen.“
Chancenlos waren die Bärenstädter nicht, denn immer wieder erspielten sie sich in den Sätzen Vorsprünge. Doch selbst ein 18:13 im zweiten Durchgang reichte als Polster nicht. Sobald Hannes Hübner für die Hessen zum Aufschlag antrat, zitterte die Grafinger Annahme und kassierte Punkte in Serie gegen sich. Im Gegenzug fischte Waldgirmes-Libero Tobias Rücker selbst schwerste Bälle heraus. Konsequenterweise wirkte sich die Annahme auf das Zuspiel aus, in dem sowohl Rainer Stoll als auch Harry Kaupa zwar nicht schlecht, aber für einen Gegner dieses Kalibers eben auch nicht gut genug die Bälle verteilten.
„Beide Mannschaften waren nervös. Waldgirmes war einen Tick abgeklärter. Auch die Annahme war ein entscheidender Faktor. Außerdem hatten wir nicht immer die Eier, um die Punkte zu machen“, versuchte Mitttelblocker Stefan Hiebl zu erklären, stellte aber fest: „Eigentlich habe ich keine Ahnung, woran es gelegen hat. Jedenfalls müssen jetzt zwei Siege her.“ Da hat er Recht. Chancen dazu bieten sich jeweils in der Jahnsporthalle am Samstag, gegen den TuS Durmersheim (19:30 Uhr) und am Sonntag gegen den VC Dresden II (14:30 Uhr).
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