001.09.10|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|2
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Parsdorf - Die beiden Hügel in den Zufahrsschleifen der Autobahnausfahrt Parsdorf wachsen und wachsen. Wer daran vorbeikommt, könnte sich fragen, ob hier der höchstgelegene natürliche Punkt in der Gemeinde Vaterstetten entsteht. Die Ebersberger Zeitung wollte es genau wissen.

© ROSSMANN STEFAN
Einer der Müllhügel in der Autobahnzufahrtsschleife. Foto: Stefan Rossmann
Zuständig für die Hügel, in deren Inneren sich die Überreste der früheren Parsdorfer Deponie für Haus und Gewerbemüll befinden, ist die Autobahndirektion Südbayern. Deren Pressesprecherin Nadine Lewandowski erklärte auf Anfrage der EZ, im Vollausbau werde die Spitze des nördlichen Hügels 533 über dem Meeresspiegel liegen, die südliche Spitze werde um einen Meter niedriger sein.
Das ist für einen neuen Höhenrekord in der Gemeinde Vaterstetten jedoch zu wenig. Der höchste Punkt befindet derzeit nämlich laut Hans Baumgartner, Leiter des Vermessungsamtes Ebersberg, auf dem Berg nordöstlich von Purfing. Und dessen Sitze liegt bei 568 Meter über Normalnull. Die Kreisstraße EBE 14 von Parsdorf zur Autobahneinfahrt der A 94 liegt auf etwa 525 Meter. Die Hügel sind also noch um acht Meter höher. Der höchste Punkt des Landkreises ist übrigens der Obermaierberg mit 638 m über NN zwischen Egmating und Schlacht.
Die Bauarbeiten an den Hügeln dauern noch an. Sie sollen laut Autobahndirektion Süd bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Ursprünglich war geplant, die Arbeiten zum Ende der Messe Bauma im April abzuschließen. Doch schlechtes Wetter habe die Fertigstellung verzögert.
In der Bürgerversammlung in Parsdorf hatten Bürger gemutmaßt, die Hügel könnten gefährliches Material enthalten. Das sei „definitiv nicht der Fall“, wie die Gemeindeverwaltung Vaterstetten betonte.
Hintergrund für die Sanierung der Müllhügel ist laut Autobahndirektion Südbayern die undichte Abdeckung nach oben. Dadurch trat Regenwasser in die Deponie ein. Da laut Autobahndirektion Südbayern die Deponie nach unten dicht ist, musste das Wasser stets abgepumpt und entsorgt werden. Das soll in diesem Umfang künftig nicht mehr der Fall sein.
Von Robert Langer
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