106.08.10|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|1
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Zorneding - Was hat acht Beine oder gar keine? Beim Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr Zorneding wurde gekrabbelt und geschlängelt - aus Sicherheitsgründen.

Richtiger Umgang mit exotischen Tieren war Thema eines Vortrags bei BRK und Feuerwehr in Zorneding. Foto: kn
Sechs Millionen giftige Haustiere in deutschen Wohnzimmern ist eine beeindruckende Zahl. Aber was tun, wenn sich eine Riesenschlange aus dem nachbarlichen Badezimmerfenster schlängelt oder eine Vogelspinne über den Balkon krabbelt? Ganz einfach: die 112 oder 110 wählen. Ein Notruf, der nicht mehr allzu selten ist.
Die eintreffenden Rettungskräfte werden immer häufiger mit Exoten konfrontiert, die dem Menschen gefährlich werden können. Die Unachtsamkeit vieler Halter steigt ebenso wie die Nachfrage nach noch giftigeren und außergewöhnlicheren Tieren. Deutschlands Giftnotrufzentralen verzeichnen pro Jahr immer mehr Notfälle mit giftigen Haustieren. Bei diesem Trend wird schnell klar, wie wichtig hier Aufklärung für die Rettungskräfte ist, da sie schnell handeln müssen, wenn Mensch und Tier aufeinander treffen.
Aus diesem Anlass haben die Rotkreuz-Bereitschaft Zorneding und die Freiwillige Feuerwehr Zorneding den Schulungsraum der Feuerwehr für einen Abend in einen exotischen Zoo verwandelt, in dem so einiges vertreten war: von Vogelspinnen, Geckos und 1,50 m langen Echsen bis hin zu Riesenschlangen. Schwerpunkt des Vortrags war es, den Rettungskräften ein Basiswissen zu vermitteln, welches ihnen bei Einsätzen mit Reptilien nützlich ist. Wird man mit einem Exoten konfrontiert, sind der richtige Umgang und das Verhalten der betroffenen Person lebenswichtig für Tier und Mensch.
Um in so einer Situation nicht völlig unvorbereitet zu sein, durften die Teilnehmer mit den Tieren üben. Die Halter der Tiere gaben wertvolle Tipps für den sicheren Umgang in Ausnahmesituationen.
Außerdem gaben Kristina J. Bielack, Bereitschaftsleiterin der Rotkreuz-Bereitschaft Zorneding, und Sebastian Bielack, Stellvertretender Bereitschaftsleiter, interessante Einblicke in die Reptilienhaltung, das Verhalten und die Gefährlichkeit einzelner Tiergruppen.
Zudem wurde der Umgang mit jedem einzelnen Tier erklärt und durfte auch von den Teilnehmern in die Praxis umgesetzt werden.
Dieser Vortrag war ein voller Erfolg, was nicht nur den wissenshungrigen und mutigen Teilnehmern zu verdanken war, sondern auch den Reptilienhaltern mit ihren größtenteils ruhigen und geduldigen Tieren.
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