018.04.10|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|
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Vaterstetten - „Von der Qualität her hätte das auch aus einer großen Werbeagentur kommen können. Das war professionell gemacht.“ Es hätte wohl kein größeres Lob für die Schüler des Humboldt-Gymnasiums geben können, als die Einschätzung von Walter Schmidle.

Im Landratsamt stellten die Schüler ihr Projekt vor. Foto: Stefan Rossmann
Der ist schließlich Chef der Firma KS Druck und Medien in Ebersberg. Bei ihm wurde das Heft für das Ferienprogramm des Kreisjugendamtes gedruckt. Das Konzept dazu und die Vorlagen hatte die Schülergruppe der elften Jahrgangsstufe vom Gymnasium Vaterstetten erarbeitet. Im Landratsamt wurde die Broschüre jetzt vorgestellt.
Die Schülerinnen und Schüler engagieren sich in einem Projekt-Seminar, das die Jugendlichen bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützen soll. Etwa eineinhalb Jahre lang arbeiten sie an einer speziellen Aufgabe. Das gehört zu den Neuerungen rund am das so genannte G 8, das achtstufige Gymnasium.
In diesem Projekt beschäftigen sich die Vaterstettener unter anderem mit einem Schullogo und anderen grafischen Gestaltungen. Die Broschüre für das Kreisjugendamt war eine Zusatzaufgabe, die ebenfalls im Team angegangen und umgesetzt wurde.
Bei der Vorstellung des Ergebnisses sprachen die Jugendlichen schon ganz professionell von Zielgruppen und Farbkonzepten. Ein frisches Blau durchziehe das gesamte Heft, hieß es unter anderem. Das Team wählte das Format aus und gestaltete das Cover: Im Hintergrund eine graue Mauer der Schule, scheinbar darauf ein grünblaues Graffiti mit der Jahreszahl 2010. Die Situation ist nicht real, sie entstand im Computer. „Wir haben die neuesten Grafikprogramme“, erklärt der betreuende Lehrer Markus Grimm. Die Gruppe der Schüler ist auch zu sehen, auf der Rückseite der Broschüre in einem sehr kleinen Bild. Sie wollen sich nicht so wichtig nehmen, so die Erklärung der Jugendlichen dazu.
Hannelore Huber vom Kreisjugendamt hatte die Inhalte vorgegeben, also die Termine zusammengetragen und geordnet. Die Broschüre sollte ein neues Design bekommen. Und so habe man mit dem Vaterstettener Gymnasium Kontakt aufgenommen, so Huber. Auch der Kostenrahmen wurde vorgegeben. Die Broschüre durfte in einer Auflage von 3000 Stück nicht mehr als 3000 Euro kosten. Auch das haben die Jugendlichen eingehalten, haben selbst mit der Druckerei Kontakt aufgenommen und sich bei einer Betriebsbesichtigung die Arbeitsabläufe erklären lassen.
Jugendamtsleiterin Anja Pondorf lobte die gute Zusammenarbeit mit den Schülern. Als Belohnung erhielt die Gruppe einem Umschlag mit 200 Euro. Das Geld soll für eine Studienfahrt nach Veneding verwenden werden.
Von Robert Langer
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