Kirchseeon - Die Kirchseeoner Umfahrung würde aus heutiger Sicht eine Südumfahrung. Das hat das Rosenheimer Straßenbauamt am Montagabend bei einer Sondersitzung des Gemeinderats durchblicken lassen.
„Wir müssen also eher in Richtung Süden denken“, brachte es CSU-Gemeinderat Peter Kohl in der rund zweistündigen Präsentation und nachfolgenden Diskussion im vollbesetzten Sitzungssaal auf den Punkt. Und Amtsleiter Claus-Peter Olk bestätigte: „Sie haben uns so verstanden, wie wir es wollten.“
Vorausgegangen war eine rund einstündige Präsentation der vom Straßenbauamt in seiner Machbarkeitsstudie untersuchten Umgehungstrassen. Vier Varianten lagen auf dem Tisch: Ein Tunnel unter der heutigen B 304, eine Nordumfahrung durch den Ebersberger Forst und zwei Südumgehungen, die sich nur in ihrem östlichen Teil durch Tunnelstücke unter dem Taubenberg und der Wasserburger Straße beziehungsweise unter dem Marktplatz unterscheiden.
Blieben nur die beiden Südtrassen. 96,26 beziehungsweise 135,7 Millionen Euro teuer sind sie, hätten aber eben „in Bezug auf Landschaftsschutzgebiete und FFH-Gebiete kein Konfliktpotential. Die Variante mit dem Tunnel unter der Wasserburger Straße nannten die Behördenvertreter nicht nur die kostengünstigste, sondern auch die verträglichere Option. Sie bietet laut Thomas Kroll (SPD) auch den Charme, dass auf dem Gelände des früheren Bahnschwellenwerks ein innerörtlicher Anschluss situiert werden könnte.
Von Eberhard Rienth
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