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45 Meter hoher Masten kommt nach Fürmoosen

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Artikel: 45 Meter hoher Masten kommt nach Fürmoosen

Kirchseeon - Fürmoosen bekommt einen 45 Meter hohen Mobilfunkmasten – obwohl der Gemeinderat vor knapp einem Jahr dem Vorhaben zunächst zugestimmt, dann aber nach einer Unterschriftenaktion von Bürgern sein Einverständnis zurückgezogen hatte.

Ein Mobilfunkmast wie dieser wird in Fürmoosen errichtet.

O2 verwirklicht das Vorhaben, um auf der ICE-Strecke München-Rosenheim die Nutzung des Mobilfunks lückenlos zu ermöglichen. Im Frühjahr dieses Jahres hatte es deshalb in der Marktgemeinde Aufregung gegeben. 45 Unterschriften waren in Osterseeon gegen die Planung gesammelt worden. Bürgermeister Udo Ockel (CSU) legte bei der Sitzung am Montagabend den Marktgemeinderäten zwei Schreiben brisanten Inhalts auf den Tisch. Absender waren O2 und das Landratsamt. Aus beiden Schriftsätzen ergebe sich, dass inzwischen wegen verstrichener Fristen der Gemeinde die Hände gebunden seien. Die Rücknahme des Einverständnisses hätte nämlich binnen von zwei Monaten erfolgen müssen. „Das hat von uns keiner gewusst und keiner hat es uns gesagt, sonst hätten wir selbstverständlich schneller reagiert“, sagte der Bürgermeister.

Doch auch wenn dieses Nein rechtzeitig ergangen wäre, hätte es keine Wirkung erzielt, erläuterte Ockel weiter. Dem Schreiben des Landratsamts sei nämlich zu entnehmen, dass dann die Ebersberger Aufsichtsbehörde dieses fehlende gemeindliche Einvernehmen ersetzt hätte.

„Dieser Riesenmast ist ein Witz“, sagte im Frühjahr der Mitinitiator des Protestbriefs der Anlieger, Robert Za, über die Pläne der Firma O2. Prinzipiell sei man sich der „Notwendigkeit von Mobilfunkmasten bewusst“, hießt es in dem Schreiben, doch betrachte man den vorgesehenen Standort als „sehr ungünstig“.

Der Bauantrag der Firma O2 war am 12. Januar im Gemeinderat gegen die Stimmen der beiden Grünen-Gemeinderäte genehmigt worden. Ockel hatte den geplanten Standort als nicht ungünstig erachtet: „Wo anders gibt es Bürgerbegehren, um einen solchen Standort zu bekommen.“ Außerdem sei man ursprünglich davon ausgegangen, dass die Funkanlage, die angeblich der Versorgung der ICE-Strecke dienen soll, auf einem Bahngebäude errichtet werde. Dann kamen Zweifel und schließlich der Schwenk, weil O2 ja bereits eine Funkanlage auf dem nahegelegenen Berufsbildungswerk Sankt Zeno verfüge.

Inzwischen, so der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung, sei klar, dass O2 den 45-Meter-Masten nur zur Versorgung der Bahnstrecke verwenden wolle. Ockel nannte die Strahlungsrichtungen der neuen Antenne. „Da geht nichts nach Norden weg. Osterseeon wird also nicht tangiert“, lautete die Bilanz.

Von Eberhard Rienth

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