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Mobilfunk-Standortgutachten kommt

Frauenneuharting - Pflichtprogramm und Mobilfunk waren die beiden Schwerpunkte der jüngsten Bürgerversammlung in Frauenneuharting.

Das Thema Mobilfunk dominierte die gut besuchte Bürgerversammlung in der Gemeinde Frauenneuharting. Foto: Jürgen Rossmann

Das Thema Mobilfunk dominierte die gut besuchte Bürgerversammlung in der Gemeinde Frauenneuharting. Foto: Jürgen Rossmann

Höhepunkt des Pflichtprogramms: Der Erweiterungsbau des Kindergartens. Untergebracht werden sollen darin ein Hort, eine Krippe und das Gemeindearchiv. Beheizt werden soll das neue Gebäude mit Hackschnitzel. Geschätzte Gesamtkosten 1,4 Millionen.

Dafür muss Personal eingestellt werden. Im Verwaltungshaushalt steigen daher die Personalkosten von bisher 88 858 Euro auf 146 200 Euro.

„Der Bedarf an Bauland für Einheimische“, so Bürgermeister Singer, „ist derzeit gedeckt“. Dennoch hat er noch Grundstücke in Reserve. Sensationeller Einheimischenpreis: 140 Euro pro Quadratmeter (voll erschlossen). Positive Nachricht auch in punkto Breitbandversorgung DSL. „Die Telekom“, so Singer, „hat uns ein Angebot gemacht. Für eine Beteiligung in Höhe von 11 000 Euro bekommen wir das Glasfaserkabel von Haging über Frauenneuharting nach Jakobneu-harting. Ich gehe davon aus, dass es 2010 losgeht“.

Los ging es dann auch beim Thema Mobilfunk. „Alle Leute“, so der Bürgermeister, „haben dabei ein ungutes Gefühl. Wir sind eine Flächengemeinde, da muss man einen Sendemasten nicht in eine Wohnbebauung reinsetzen“. Und weiter: „Momentan ist Stillstand von Seiten des Betreibers O2, nichtsdestotrotz werden wir in der nächsten Sitzung ein Standortgutachten in Auftrag geben“. Favorit dabei: Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München. Er ist bereits in die Mobilfunkproblematik der Nachbargemeinde Aßling involviert.

„Wird dieses Gutachten unabhängig angefertigt, also werden auch andere als die bisherigen Standorte mit untersucht?“, wollte Andrea Perl vom Bürgerforum Mobilfunk wissen. „Das Gutachten wird mit möglichen Standorten öffentlich vorgestellt“, so Bürgermeister Singer in der Diskussion, „und ich hoffe dass wir auf eine vernünftige Lösung kommen“. „Was sagt der Wirt in Jakobneuharting?“, so Mathilde Ludl. „Setzt er sich einen Sendemast auf das Dach?“ Das wollte Singer weder bestätigen noch dementieren: „Mir“, so viel verriet er dennoch, „hat er keine Zusage gegeben, dass er es nicht macht“.

Bärbel Aschauer-Lammel, ebenfalls vom Bürgerforum, bedankte sich zunächst bei der Gemeinde für die bisherige Messinitiative. Dann aber forderte sie die Kommune und die anwesenden Bürger auf, eine laufende Petition an den Bayerischen Landtag mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.

Durchgesetzt werden soll damit, dass auch Sendemasten unter einer Höhe von zehn Metern zukünftig einer Baugenehmigung unterliegen.

„Wir dürfen Frauenneuharting beim Mobilfunk nicht in zwei Hälften polarisieren“, so Simon Wieser in einer Art Schlusswort, „Wir brauchen eine klare Aussage, dass wir das nicht wollen“. Singer: „Ich fürchte, zu einer Mobilfunkfreienzone wird es nicht kommen.“

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