Grafing - Die Gebühren für den neuen Park&Ride-Platz in Grafing-Bahnhof stehen fest: Ab dem 1. Oktober kostet ein Tagesticket 50 Cent. Günstiger wird das Parken mit Zehner-, Monats- oder Jahreskarten. Das teilten Stadt und Betreiber am Montag mit.

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Noch kann man seinen Wagen auf dem neuen Parkplatz kostenlos abstellen – aber nur noch bis 1. Oktober. jro
Ab dem 1. Oktober ist die Nutzung der insgesamt 911 Parkplätze der neuen Park&Ride-Anlage am Haltepunkt Grafing-Bahnhof kostenpflichtig: Ein Tagesticket wird 50 Cent kosten, eine Zehnerkarte vier Euro. Mit einer Monatskarte für 7,50 Euro kann ein Pkw innerhalb eines Kalendermonats beliebig oft in der Anlage geparkt werden. Exklusiv für Inhaber einer Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel gibt es eine P&R-Jahreskarte zum Preis von 75 Euro.
„Mit diesem Angebot an verschiedenen Parkkarten tragen wir den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Kunden Rechnung“, betont Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P&R Park & Ride GmbH. Das Serviceunternehmen der Stadt München, das bereits an 35 S- und U-Bahnhöfen in München und dem Münchner Umland Parkplätze, Parkhäuser und Tiefgaragen betreut, wurde von der Stadt Grafing mit der Erhebung des Parkentgelts beauftragt.
In der Park&Ride-Anlage Grafing-Bahnhof wird es an den Zu- und Abfahrten keine Schranken geben. Als Nachweis, dass für die Nutzung der Anlage ordnungsgemäß bezahlt wurde, müssen die Kunden ihre Parkkarten gut lesbar am Armaturenbrett hinterlegen. „Regelmäßige Kontrollen werden dafür sorgen, dass sich die Zahl der Schwarzparker in Grenzen hält. Dies ist nicht nur im Interesse ehrlicher Nutzer. Die Parkentgelte tragen schließlich einen Teil zur Deckung der Kosten des laufenden Betriebs und des Unterhalts der Anlage bei, für den die Stadt Grafing verantwortlich ist“, heißt es in der Mitteilung von Montag. Das verbleibende Defizit trägt die Stadt Grafing, die damit das Umsteigen auf den öffentlichen Personennahverkehr auch finanziell unterstützt.
„Die Entgelterhebung für die Bahnparkplätze ist leider unvermeidbar“, meinte Susanne Linhart, 2. Bürgermeisterin der Stadt. „Wir haben unsere Unterhaltskosten, es muss sauber gemacht, geräumt und gestreut werden. Außerdem ist die Anlage beleuchtet, das heißt wir haben Stromkosten.“ Es gehe hier nicht um ein Gewinngeschäft, es sollten nur die Kosten gedeckt werden.“
Linhart erhofft sich für die Anwohner eine entspanntere Situation. „Das war ja nicht mehr tragbar.“ „Die Anwohner kamen zum Teil nicht aus ihren Grundstücken heraus.“ Dass aufgrund der Gebühr eine Parkflucht in die Seitenstraßen entsteht, glaubt sie nicht.
VonMichael Acker
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