Poing - Die von Poing aus stark geförderte Hilfsaktion „Little Smile“ ist durch ihren Gründer Michael Kreitmeir in die Schlagzeilen gekommen. Dem Journalisten wird illegaler Drogenbesitz vorgeworfen. Ob Opfer einer Intrige oder nicht, das untersucht gerade ein Gericht.

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Little-Smile-Gründer Michael Kreitmeir (vorne zwischen zwei Mädchen) inmitten Poinger Spendern bei seinem Besuch im September 2005. Foto: dul
Natürlich hat Albert Hingerl die jüngsten Nachrichten um den BR-Filmemacher Michael Kreitmeir gelesen. Als ehemaliger Kriminalbeamter hat Hingerl sogar mit einem alten Kollegen über den „Fall“ gesprochen und nach einer Einschätzung gefragt. Ob nun Komplott oder Straftat: Dazu will sich der Poinger Bürgermeister, der den Little-Smile-Gründer Kreitmeir persönlich kennt, derzeit nicht äußern. Als Kripo-Fachmann weiß Hingerl, dass auch hier zunächst die Unschuldsvermutung gilt.
Little Smile ist durch Michael Kreitmeir in diesem Fall unfreiwillig in die Schlagzeilen gerückt. Ein Vorgang, der in Poing nicht völlig unbeachtet geblieben ist. Immerhin besteht seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft zwischen der Nordkreisgemeinde und dem Little-Smile-Verein.
Viele Poinger waren auch als Privatleute stark engagiert. Kreitmeir selber berichtete am 28. September 2005 im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Arbeit des Vereins vor Ort, die laufenden bzw. geplanten Projekte und die Mittelverwendung der Spenden.
So wurde mit den Spenden aus Poing der Neubau eines Hauses für Witwen mit Kindern mitfinanziert.
Auch der Poinger Gemeinderat hat sich von den Aktionen in Sri Lanka beeindrucken lassen. Das Plenum hatte deshalb in einer Sitzung am 6. Oktober 2005 beschlossen, dass die Gemeinde für ein Projekt des Vereins „Little Smile e. V.“ in Sri Lanka eine Patenschaft übernimmt. Diese ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren, beginnend ab 2006, befristet. Hierfür wird dem Verein Little Smile ein jährlicher Betrag in Höhe von 5000 Euro bereitgestellt. Die Raten wurden stets im April überwiesen, auch heuer.
Albert Hingerl gegenüber der EZ: „Damit ist vereinbarungsgemäß zunächst einmal die letzte Rate überwiesen worden. Das Geld war aus meiner Sicht gut investiert.“ Unabhängig davon, wie es weitergeht mit Michael Kreitmeir und dem Verein Little Smile, wird der Poinger Gemeinderat demnächst also einmal zu entscheiden haben, ob man sich auch ab 2011 mit Steuermitteln weiterhin engagieren will.
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