1420.04.09|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Forsting - Am Anfang war das Bierflaschen-Etikett, dann kam der Durst, später die Geschäftsidee. Stephan Braun (37) und Kay Schmädicke (35) sind seit ihrer Jugend der Bierflasche verfallen.

Georg Lettl (M.), Geschäftsführer der Brauerei Gut Forsting, freut sich über den „Bierzwerg“. Foto: sro
Anfangs nicht so sehr dem Inhalt, vielmehr dem, was die Flasche umgibt. 200 000 Bierflaschen-Etiketten besitzen die beiden Sammler. Auf der ganzen Welt suchen die Männer nach neuen Etiketten. Manchmal wird im Internet gestöbert, aber oft setzten sich die Kölner auch ins Auto und klappern Brauereien in Deutschland ab. Vor allem kleine Traditionsbrauereien. Und dafür ist Oberbayern nach wie vor eine gute Adresse. Ihren letzten Besuch statteten die beiden Reisenden in Sachen Bier der Privatbrauerei Gut Forsting ab. Mit dabei hatten sie eine besondere Überraschung: den „Bierzwerg“, eine Auszeichnung, die viele Fliegen mit einer Klappe schlägt.
Seit 2007 verleihen Schmädicke und Braun diesen Preis einmal pro Monat an eine Brauerei. „Wir wollen die Bierkultur in Deutschland fördern“, sagt Braun. Schmädicke und Braun sind Jury und Preisverleiher in Personalunion. Auf ihrer Internetseite www.bierzwerg.de werden die Siegerbierbrauereien entsprechend gewürdigt. Gleichzeitig können Bierfreunde die Preisträger auch nach Hause bestellen. Schmädicke betreibt praktischerweise einen Getränkemarkt in Köln. Das Helle vom Gut Forsting gibt‘s im Internet für 1,08 Euro pro Flasche.
Fortgeschrittene Biergourmets können sich alle vier Wochen auch den „Bierzwerg des Monats“ nach Hause schicken lassen. Im Abo für 9,98 Euro plus Versand. Zuletzt haben die rund 100 Bierzwerg-Abonnenten eine Auswahl der Bierspezialitäten aus Forsting in ihrem Paket gefunden. Der Geschäftsführer der Brauerei Gut Forsting, Georg Lettl, freut sich nicht nur über die Werbewirksamkeit der Auszeichnung, sondern auch über die positive Rückmeldung von Bierliebhabern aus ganz Deutschland. „Ich habe schon E-Mails aus Köln bekommen“, sagt Lettl, „alle haben unser Bier gelobt“. Nach eigener Aussage verkostet Braun pro Jahr rund 200 verschiedene Biere. Sein Favorit aus der Forstinger Brauerei ist das Weißbier. „Nicht bananig, bayrisch würzig, kein frauenhafter Charakter“, beschreibt er den Geschmack.
Braun und Schmädicke treibt es in ihrer Freizeit immer wieder in die Brauereien. In die Provinz, aufs Land. Denn nur dort gibt es noch authentische Brautradition ist sich Braun sicher. „Bier aus der Stadt hat keine Seele“, sagt er. Der Geschäftsführer der Brauerei nickt.
zurück zur Übersicht: Lkr. Ebersberg

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

