Ebersberg - Klar für einen zweiten S-Bahntunnel in München hat sich nun erneut die Kreisvorsitzender der CSU Ebersberg, Christa Stewens, ausgesprochen. Gleichzeitig moniert sie die kritische Haltung der Landtags-Grünen zu diesem Projekt als „Desinformation“.
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Landkreis - Grünen-Abgeordnete hätten in einem Brief an die Bürgermeister vor massiven Verschlechterungen für die S-Bahn-Nutzer im Landkreis gewarnt, wenn der zweite Stammstreckentunnel gebaut würde, so Stewens. Dies bezeichnete sie jetzt als „Horrorszenario“. Laut der CSU-Kreisvorsitzenden werde es zum Beispiel an den Haltestellen Ebersberg und Grafing keine Verschlechterung der Abfahrtszeiten im Spätverkehr geben. Statt im 40-Minuten-Takt solle dann eine Express-S-Bahn jede halbe Stunde nach München fahren. Tagsüber werde zwar laut Stewens der 20-Minuten-Takt aufgegeben und durch die halbstündig verkehrende Expressbahn ersetzt. Aber durch die 13 Minuten kürzere Fahrzeit nach München werde dieser Verlust „mehr als wett gemacht“. An den Haltestellen ab Grafing-Bahnhof soll ein ganztägiger 15-Minuten-Takt eingeführt werden mit zusätzlichem Service der Express-S-Bahn für Grafing und Zorneding. Hier sei für die anderen Bahnhöfe die einzige Reduzierung zu sehen, wenn statt sechs S-Bahnen pro Stunde in der Hauptverkehrszeit, nur noch vier ganztägig fahren würden. Deutlicher werde die Verbesserung für die S2-Anlieger. Hier werde ganztägig ein 15-Minuten-Takt den bisherigen 20-Minuten-Takt ersetzten.
Von Robert Langer
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