Superbanner

Stadt muss mit wenigen Mautflüchtlingen leben

Stadt muss mit wenigen Mautflüchtlingen leben

Ebersberg - 50 Mautflüchtlinge sind es pro Tag, die nach Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums durch Ebersberg rollen. Mit diesen Lastwagen wird die Stadt auch in Zukunft leben müssen.

Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) berichtete dem Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause von Gesprächen im bayerischen Innenministerium, die er zusammen mit seinem Kirchseeoner Amts- und Parteikollegen Udo Ockel sowie dem Ebersberger CSU-Stadtrat Alois Lachner geführt habe. Ziel der Gespräche sei es gewesen, die Chancen für ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr auszuloten. Ergebnis: Die Chancen für etliche Kommunen im Landkreis Ebersberg stehen schlecht. „Wir sollten keine falschen Hoffnungen in der Bevölkerung wecken“, bilanzierte Brilmayer.

Um ein Durchfahrtsverbot zu erreichen, müsse der Nachweis für Mautausweichverkehr mittels Verkehrsbefragung geführt werden. Dann müsse ein Lärm-Gutachten erstellt werden. Dann, so Brilmayer, gehe es um bauliche Maßnahmen wie Flüsterbelag und den Einbau von Schallschutzfenstern an besonders betroffenen Häusern. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, könnten verkehrsrechtliche Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung in Betracht gezogen werden. Erst an letzter Stelle folge dann das Durchfahrtsverbot. Im Gespräch mit den Fraktionsspitzen des Stadtrats sei man einer Meinung gewesen: „Wir lassen das“.

Angela Warg-Portenlänger und Hans Mühlfenzl von der SPD warfen der CSU und den Freien Wählern indirekt vor, in der Diskussion über eine Nord-Südumfahrung von Ebersberg falsche Hoffnungen geweckt zu haben. Man habe alle vom Straßenbauamt vorgeschlagenen Trassen abgelehnt und dann auf ein Durchfahrtsverbot für schwere Lastwagen spekuliert. Die SPD sei da von Anfang an skeptisch gewesen. Warg-Portenlänger forderte, dass die Stadt selbst Maßnahmen zum Schutz der Bürger vor Lärm ergreifen sollte, etwa durch den Einbau von Flüsterbelag an bestimmten Stellen.

Philipp Goldner von den Grünen bestätigte die Berechnungen des Bundesverkehrsministerium, wonach es in Ebersberg fast keine Mautflüchtlinge gebe. Diese würden, von Süden kommend, bereits an den Eisenbahnunterführungen in Weiching und Elkofen gestoppt.

CSU-Stadtrat Martin Schechner sagte, ihm leuchte nicht ein, wieso der Staat Ortsumfahrungen zwischen Rosenheim und dem Flughafen plane, die geradezu eine Sogwirkung auf den Verkehr ausübten, der eigentlich auf die Autobahn gehöre. Goldner pflichtete bei: „Hier muss die Stadt Ebersberg lautstark ihren Unmut äußern.“

Von Michael Acker

zurück zur Übersicht: Lkr. Ebersberg

Kommentare

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte Landkreis EbersbergGlonn/AsslingMarkt SchwabenPoingGrafingEbersbergVaterstettenzurück zur Region

Wetter für Ebersberg

Aktuelle Fotostrecken

S-Bahn prallt mit Wohnmobil zusammen

weitere Fotostrecken:

Tiere

Ebersberg - Die "weinende" Piri sucht ein Zuhause

Die "weinende" Piri sucht ein Zuhause

Ebersberg - Dem Tierschutzverein Ebersberg gehen die Katzen nicht aus: Heute wird ein Platz für eine Kätzin gesucht, die weint.Mehr...

Ebersberg - Cindy aus dem Schacht

Cindy aus dem Schacht

Landkreis Ebersberg - „Schon seit einigen Wochen wartet die ungefähr zweijährige Tigerkätzin Cindy beim Tierschutzverein Ebersberg auf ihre Besitzer. Erfolglos“, berichtet Irmgard Passauer. „Jetzt wird es Zeit, für diese Katzendame ein neues Zuhause zu suchen.“Mehr...

Dartspiel Ebersberg

Besonders beliebte Artikel

  • kommentiert
  • gelesen
  • Themen
Beschaulich: Ansicht der Gemeinde Egmating im Südwesten des Landkreises. Foto: Stefan Rossmann

Egmatingern drohen 20 Windräder

Landkreis - Egmating im Süden des Landkreises soll die Hauptlast tragen, betroffen ist zudem schwerpunktmäßig Zorneding. Das ist das Resultat der Planung für Windenergieanlagen. Das Ergebnis wurde am Dienstag den Bürgermeistern vorgestellt: Widerstand ist programmiert.Mehr...

Franziska Hilger und Tobias Scheller mit den Postkarten vor dem Münchner Rathaus.

Post für Ude

Landkreis - In einer Postkartenaktion wendet sich der CSU-Kreisverband gemeinsam mit dem JU-Bezirksverband Oberbayern jetzt an den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, um ihn zu einer Beteiligung an der Vorfinanzierung der zweiten S-Bahnstammstrecke zu bewegen.Mehr...

S-Bahn prallt mit Wohnmobil zusammen

Grafing - Aufs Gaspedal drücken und hoffen: Das war wohl der Gedanke eines Wohnmobilfahrers (56), als er gegen 17.30 Uhr von links den Zug kommen sah. Einen Wimpernschlag später prallte die S-Bahn gegen das Heck des Wohnmobils.Mehr...

Lebensgefährlicher Stromschlag: 17-Jähriger ringt mit dem Tod

Ebersberg - Den Rettungskräften bietet sich an diesem frühen Samstagmorgen am Ebersberger Bahnhof ein Bild des Grauens. Ein schwer verbrannter junger Mann liegt im Gebüsch. Ein Funke der Oberleitung war auf den Körper des 17-Jährigen übergesprungen. Die tragische Geschichte:Mehr...

Aktuelle Videos

Videos werden geladen...0:00
Bild mit Ladehinweis

Weitere Informationen für dieses und andere Videos werden geladen...

Abspielen

Alle Videos

-cQsQSjKe1q6Y14uLo3ivuElQ2zsPqi5W8XyhmnDpmk.http://www.merkur-online.de/media/video/37063960011755456930

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper