321.05.10|Lkr. Ebersberg|Lkr. Ebersberg|4
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Aßling - Klare Ansage von Bürgermeisterkandidat Benedikt Mayer (Grüne): Sollte er Aßlings neuer Rathauschef werden, wolle er den Wahlrhythmus der Bürgermeisterwahl wieder jenem der Gemeinderatswahlen anpassen. Auch dies sei ein Beitrag, um Geld zu sparen.

Sieht strukturelle Probleme in Aßling: SPD/Grünen-Kandidat Benedikt Mayer (re.). Foto: Jro
Am Donnerstagabend stellte sich der gemeinsam von SPD und Grünen nominierte Herausforderer von Bürgermeister Werner Lampl (CSU) - wie von der Gemeindeordnung vorgeschrieben - offiziell als Kandidat vor. Rund 80 interessierte Bürger unterschiedlicher Couleur, darunter auch CSU- und JU-Mitglieder, waren deshalb in den Gemeindesaal gekommen, um sich selbst ein Bild von den politischen Aussagen des 56-jährigen Emmeringers und seiner Person zu machen.
Seit dem aus gesundheitlichen Gründen bedingten Ausscheiden von Hans Kastenmüller vor rund sechs Jahren finden in Aßling die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen zu unterschiedlichen Terminen statt. Er sei bereit, 2014 zurücktreten und erneut zu kandidieren, stellte Mayer klar. Weil Aßling sparen müsse, sei dies eine logische Konsequenz: Er könne nicht einerseits den Rotstift ansetzen, aber die Wahlen davon ausklammern. „Die Wahlen kosten schließlich auch eine Menge Geld!“
Geld war das bestimmende Thema in der Rede Mayers. Anlass zur Sorge geben seiner Ansicht nach nicht nur die Aßlinger Schulden, die sich derzeit auf etwa 9,6 Millionen Euro belaufen. „Das steckt viel mehr ein strukturelles Problem dahinter“, sagte Mayer, der den Namen seines Konkurrenten während seiner gesamten Vorstellung nicht einmal in den Mund nahm. Einige genauere Blicke in die Aßlinger Haushaltslage hätten ihn schon sehr verwundert, konstatierte der SPD/Grünen-Kandidat. Warum würde beispielsweise die Höhe der rentierlichen Schulden unterschiedlich angegeben? Warum gebe es ein Darlehen, für das die Gemeinde Zinsen bezahle, ohne sich an die Tilgung des Betrags zu machen? „So etwas muss sich ändern“, forderte der Schatzmeister des Landesverbands der Grünen.
Eine gänzlich andere Gangart kündigte Mayer auch bei der Beteiligung der Öffentlichkeit an den politischen Entscheidungen an. „Heute heißt sowas Kommunikationsstrategie - früher hieß es: Man hat einfach miteinander geredet.“ Es sei ihm ein „echtes Anliegen“, dass wichtige Entscheidungen künftig weniger oft in den Hinterzimmern getroffen werden, sondern alle Beteiligten mit eingebunden werden.
Dass er als Emmeringer in Aßling kandidiert ist für Meier kein Nachteil. Dies ermögliche den Blick von außen, schaffe also auch den notwendigen Abstand, um klare und rationale Entscheidungen zu treffen. Zudem, so erinnerte Mayr die Anwesenden, sei Lampls Vorgänger, also Hans Kastenmüller, auch nicht in Aßling, sondern in Oberelkofen in der Nachbarstadt Grafing wohnhaft gewesen.
Bis eine ähnliche Vorstellungsrunde des amtierenden Verwaltungschefs stattfindet, müssen sich die Aßlinger noch etwas gedulden: Werner Lampl und seine Aßlinger CSU lassen sich mit dem Wahlkampf für die Verteidigung des Bürgermeisteramtes noch Zeit: Erst am 17. Juni steht Lampls Nominierung als offizieller Kandidat im Terminplan.
Von Eberhard Rienth
zurück zur Übersicht: Lkr. Ebersberg

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

