Landkreis Ebersberg - Die SPD-Kreistagsfraktion hat Ebersbergs Landrat Gottlieb Fauth zum Rücktritt aufgefordert. Durch die Amtsführung des CSU-Mannes nehme der Landkreis Schaden. "Dies ist nicht länger zu verantworten", heißt es in einer Erklärung der Genossen.

Schwer angeschlagen: Landrat Gottlieb Fauth. Foto: sro
Das abrupte Ende der letzten Kreistagssitzung (wir berichteten) werfe ein bezeichnendes Licht auf die derzeitige Situation an der Spitze des Landratsamtes, schreiben SPD-Vizefraktionssprecherin Elisabeth Platzer und Landrat-Stellvertreter Martin Esterl, der zugleich Glonner Bürgermeister ist. Der Landkreis nehme dabei offensichtlich Schaden, "sowohl nach innen, was die Leitung des Amtes anbelangt, als auch im Erscheinungsbild nach außen. Das ist nicht länger zu verantworten."
Gänzlich unverständlich sei dabei das Verhalten der CSU, die weder ihrer Fürsorgepflicht gegenüber „ihrem Landrat“ noch ihrer politischen Verantwortung gegenüber dem Landkreis gerecht werde, so die Genossen weiter. Die Zustände in persönlichen Gesprächen anzuprangern, nach außen aber keinerlei Konsequenzen aufzuzeigen, sei unverantwortlich. "Wir appellieren an die Verantwortlichen der CSU: Beziehen Sie endlich klar Position, so wie wir das hiermit in Verantwortung für unseren Landkreis tun." Auf die Frage der EZ, ob sie damit den Rücktritt des Landrats meinten, antwortete Platzer: "Ja".
Von Michael Acker
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