Poing - Die Gemeinde Poing soll in absehbarer Zeit Standort einer ersten Elektro-Tankstelle im Landkreis Ebersberg werden. Die Gemeinde arbeitet bei diesem Projekt eng mit dem Energiekonzern E.on Energie zusammen.
Noch gibt es nicht nur eine erste Konzeption, sondern auch schon ein mündliches Angebot. Und den erklärten Willen zur Zusammenarbeit zwischen der politischen Gemeinde Poing und dem Stromlieferanten. Die Verträge, sagt Albert Hingerl, müssen noch unterzeichnet werden. Formsache, wie es scheint. Und im Poinger Gemeinderat wird man sich der Sache noch intensiv nähern müssen.
Und zwar womöglich schon im Verlauf der nächsten Sitzung, so der Verwaltungschef. Aber die grundsätzlichen Weichen sind, so der Bürgermeister weiter, gestellt zum Bau einer Elektro-Tankstelle.
Standort soll, so die Grundidee, das Park-and-Ride-Haus der Gemeinde in der neuen Mitte sein. Der Hintergrundgedanke Hingerls dabei ist: Der Nutzer eines Elektroautos kommt von daheim mit seinem umweltverträglichen Auto zum Parkhaus, schließt es an die Elektro-Tankstelle an, nimmt anschließend die S-Bahn zur Arbeit in München, kommt nach Feierabend zurück nach Poing und ins Parkhaus und fährt mit seinem Wagen und einer voll geladenen Batterie wieder heim.
Der Energieversorger ist bei dem Ganzen engagiert im Rahmen einer Kooperationsvereinbarungen, an der auch die Firma Audi, die Stadtwerke München und die TU München beteiligt sind. Ziel ist der baldige Aufbau eines kleinen Elektro-Tankstellennetzes in und um München. Die meisten Standorte sind noch offen, sagte auf Anfrage E.on-Pressesprecher Peter Wendler, für Poing aber gebe es bereits eine mündliche Zusage. Das Gemeinschaftsprojekt sei ein Nachfolger des „E-Mini-Projekts“, bei dem im vergangenen Jahr der Münchner Merkur als Medienpartner fungierte.
Projektziel, so Wendler, sei es, insbesondere Erfahrungen zu sammeln über Betrieb, Nutzung und Wartung von Elektrofahrzeugen sowie die Erfassung von Mobilitätsdaten, also das Nutzerverhalten. Allerdings ist die Zahl von E-Autobesitzern noch nicht wirklich nennenswert, auch nicht in München.
Wendler selber hat einen Mini auf Elektrobasis schon mal im Stadtverkehr getestet. „Der geht ab wie eine Rakete“, so der Pressemann. Immerhin hatte sein Testwagen 204 PS unter der Haube. Die Reichweite betrug 120 Kilometer. Was ihm übrigens ganz besonders aufgefallen war: „Man muss als Fahrer extrem aufpassen, weil man von Passanten schlichtweg nicht gehört wird“.
Von Jörg Domke
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