Poing - Poinger Schulen und Vereine: Alle wollen in die Dreifachturnhalle. Durch die neue Realschule wird's dort noch enger. Nun gibt's erstmals ein Gespräch mit allen Beteiligten.

© Stefan Roßmann E
Nicht nur während der Woche, auch an Wochenende ist die Dreifachhalle in Poing in den Herbst- und Wintermonaten oftmals ausgebucht. Zum Beispiel für Fußballturniere. Die Poinger Sportvereine hoffen, dass die neue Realschulturnhalle eine Entlastung bringen wird. Denn an den Wochentagen benötigen auch die Schulen die Halle. archiv-foto: sro
Dass immer mehr Familien nach Poing ziehen, spüren Schulen und Vereine gleichermaßen. Die Schülerzahlen sind hoch, die beiden Sportvereine, TSV Poing und SG Poing, boomen. Gerade die Angebote für Kinder sind teilweise restlos ausgebucht. Die Übungsstunden finden normalerweise am Nachmittag statt, doch das führt zu Überschneidungen und Problemen, berichten Frieda Sterl vom TSV und Michael Frank von der SG.
Die Volksschule Gruber Straße, die Seerosenschule (Sonderpädagogisches Förderzentrum) und ab September auch die neue Realschule brauchen Platz für den Sportunterricht. Simone Fleischmann, Leiterin der Volksschule, plant die Belegungszeiten für alle drei Schulen. Die haben vorsorglich zunächst alle Werktage bis 16.30 Uhr geblockt. "Das ist jedes Jahr so. Erst, wenn die Stundenpläne fertig sind, können wir sagen, welche Zeiten wir tatsächlich benötigen", informiert Fleischmann. Weil Regierung und Kultusministerium teilweise erst zum Ende der Schulferien die Lehrer zuweisen, könne auch erst dann der Stundenplan detailliert geplant werden.
Für die Sportvereine ist das zu spät. "Uns fehlt die Planungssicherheit", klagt SG-Vorsitzender Michael Frank und nennt ein Beispiel: "Wenn eine Turnstunde im Juli von 16 bis 17 Uhr stattfindet, wäre es gut, wenn dies auch ab September/Oktober der Fall wäre." Der Verein müsse schließlich seinen Übungsleitern rechtzeitig die Stunden melden, damit die Trainer auch zur Verfügung stehen. "Und die Eltern wollen auch frühzeitig wissen, wann sie ihre Kinder bringen können."
Bürgermeister Albert Hingerl nimmt die Probleme der Vereine ernst, betont aber auch: "Die Schulen haben Vorrang." Ziel der Gemeinde als Eigentümerin der Halle sei eine vernünftige Zusammenarbeit mit allen. "Jeder sollte dem anderen entgegenkommen, wo es geht." Für Donnerstag hat Hingerl ein Gespräch mit allen Beteiligten terminiert. Bis dahin hätten die Schulen die Stundenpläne fertig und es sei klar, welche Stunden nachmittags frei bleiben. Die sollen dann an die Vereine verteilt werden. Schulleiterin Simone Fleischmann wird nicht mit am Tisch sitzen, sie habe aber den Stundenplan als Diskussionsgrundlage abgegeben, informiert sie.
Eine Entlastung in der Zukunft könnte die neue Realschule mit ihrer Turnhalle bedeuten. Allerdings ist noch unklar, ob dies eine Zweifach- oder Dreifachhalle wird. Die Vereine hoffen auf die große Lösung.
Armin Rösl
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