St. Wolfgang - Seit über 30 Jahren wird um den Bau der Autobahn A94 (München Richtung Passau) gestritten. Am Mittwoch haben sich die Befürworter lautstark zu Wort gemeldet. Das Projekt sei eine „wichtige Lebensader" für die Zukunft.

© Autobahndirektion Südbayern
„Plus, minus eine Milliarde Euro" soll der Ausbau der A 94 kosten, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in St. Wolfgang (Kreis Erding). Das „sportliche Ziel" soll bis 2018 erreicht werden. Von den 150 Kilometern zwischen München und Pocking seien erst 74 Kilometer fertiggestellt. Davon gebe es auf 20 Kilometern nur eine von zwei Fahrbahnen. Für die bisherige Strecke wurden bereits 280 Millionen Euro verbaut, so Herrmann bei der Veranstaltung des Vereins „Ja zur A 94". Derzeit im Bau ist der gut sechs Kilometer lange und 41 Millionen Euro teure Abschnitt von Forstinning bis Pastetten. Er soll bis Ende 2011 fertig sein.
Jakob Schwimmer, Bürgermeister von St. Wolfgang, forderte, dass man „jetzt möglichst schnell zu Potte kommt". Sobald die rechtlichen Fragen geklärt seien, müssten die Bauabschnitte „schnell durchgezogen werden". Noch immer sind zwölf Klagen gegen den Abschnitt Pastetten-Dorfen beim VGH anhängig. Die mündliche Verhandlung wird voraussichtlich im Herbst stattfinden. „Ich bin zuversichtlich", so Herrmann, „dass das Urteil auch hier wieder die Rechtmäßigkeit des Vorhabens bestätigen wird."
Der Minister verwies darauf, dass wegen der Mittel aus den Konjunkturpaketen des Bundes im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro für die Fernstraßen in Bayern zur Verfügung standen. „In diesem Jahr haben wir bislang eine Zuweisung von 980 Millionen Euro erhalten." Es gebe „eine Mehrheit für die Trasse Dorfen", betonte der Vorsitzende von „Ja zur A 94", Günther Knoblauch. Er forderte eine „ganz große Geschlossenheit", um „das gute Ziel A 94" möglichst schnell umzusetzen.
Hermann Weingartner
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