Taufkirchen - Der Bau einer "Kracherlfabrik" und der Ärger um eine mutmaßliche Katzenfängerin waren die großen Themen bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in Kienraching.

Georg Lechner aus Frauenvils wollte etwa wissen, wie groß die Getränkefabrik "vor seiner Haustür" werde. Es sei von 150 Arbeitsplätzen und über 1000 Quadratmeter Grundstücksfläche die Rede gewesen. Lechner interessierten vor allem die Betriebszeiten. "Arbeiten die rund um die Uhr oder ist am Freitag Feierabend."
Bürgermeister Hofstetter erklärte, die derzeitigen Gespräche mit dem Unternehmer seien ins Stocken geraten, weil dieser seine Geschäftspolitik vertraulich behandelt und nicht in der Zeitung veröffentlicht haben wollte. Es gebe bis dato kein konkretes Konzept, weder über die Betriebsgröße noch über den tatsächlichen Standort. Lechner wollte überdies wissen, wie es mit einer zusätzlichen Umfahrung Taufkirchenes am südlichen Ortseingang stehe und wer diese baue und bezahle. Die Gemeinde könnte gegebenenfalls diese "Entlastungsstraße" für die B 15 bauen und Zuschüsse in Höhe von bis zu 70 Prozent erwarten, sagte Hofstetter. Auch dazu gebe es aber noch keine "konkreten Gedanken". "Wenn's blöd geht", mutmaßte Lechner, bekomme er die "Kracherlfabrik" und die Ortsumfahrung.
Ziemlich erbost zeigte sich Gertraud Stadler aus Babing über das Verschwinden ihrer vier Katzen (wir berichteten). Diese sind ihrer Meinung nach von einer Frau in der Umgebung eingesammelt und nicht wieder herrausgegeben worden. Sie sei von vielen angesprochen worden, deren Tiere auch vermisst werden. "Kein Mensch will mir helfen, dass ich meine Katzen wieder kriege", echauffierte sie sich. Vor allem von der Gemeinde und dem Landratsamt fühlte sie sich im Stich gelassen. Die Frau sei eine Katzennärrin und in ihren Augen "ein öffentliches Ärgernis".
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