Erding - Bis 2014 sollen Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehren mit Digitalfunk ausgestattet werden. Das Projekt wird den Kreis Erding und die Gemeinden einige 10 000 Euro kosten.

Links neu, rechts alt: Die Analogfunkgeräte von Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehren sollen bald der Vergangenheit angehören. Im Behördenfunk zieht das digitale Zeitalter ein. Bund, Länder und Gemeinden müssen dafür tief in die Tasche greifen. Foto: dpa
Groß, unhandlich und in ländlichen Gebieten oft leistungsschwach – die analoge, ständig knackende und rauschende Funktechnik bereitet den Rettungskräften schon lange Ärger. Bereits zur Fußball-WM 2006 sollte der Digitalfunk bundesweit eingeführt werden. Doch der Streit um die horrenden Investitions-, vor allem aber um die Betriebskosten verzögerten den Start immer wieder. Für den Freistaat Bayern konnte jetzt ein Kompromiss zwischen Land, Kreisen und Kommunen erzielt werden, den Stimmkreisabgeordneter Jakob Schwimmer (CSU) als „sehr gelungen“ bezeichnet.
Bayernweit sind für Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehren 36 Millionen Euro Betriebskosten veranschlagt. Sechs Millionen Euro entfallen auf die Rettungsdienste, die das wiederum den Krankenkassen in Rechnung stellen werden. Für die Polizei sind 27 Millionen Euro kalkuliert. Die kommunale Ebene muss nach den Worten Schwimmers drei Millionen Euro beisteuern. Weitere drei Millionen Euro werden erlassen, weil die Kommunen die Grundstücke für die Sendemasten unentgeltlich zur Verfügung stellen.
Nach Kenntnisstand des Innenministeriums sind im Landkreis vier Antennenstandorte vorgesehen. Ministeriumssprecher Holger Plank nennt Wartenberg, Taufkirchen, Dorfen und Schaupping. Während es in anderen Landkreisen, vor allem in Ebersberg, deshalb veritablen Streit mit Anliegern gibt, ist es im Erdinger Land diesbezüglich noch ruhig.
(Hans Moritz)
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