Erding - Das eine tun, und das andere nicht lassen - diese Strategie wählt der SPD-Kreisverband Erding für den aufziehenden Landtagswahlkampf mit Startbahnfreund Christian Ude an der Spitze.

Redaktionsbesuch: Die SPD-Spitze mit Michaela Meister, Horst Schmidt, Nicole Schley und Michael Gruber im Gespräch mit Redaktionsleiter Hans Moritz (v. l.). Foto: Aichele
Beim Redaktionsbesuch stellten Kreischefin Michaela Meister sowie Nicole Schley, Horst Schmidt und Michael Gruber klar, „dass wir Christian Ude nach Kräften unterstützen“, so Schmidt. Meister machte allerdings genauso deutlich klar: „Es bleibt bei unserem Nein zur dritten Startbahn.“ Sie sei überzeugt, „dass unser Oberbayern-Vorsitzender Ewald Schurer beim Landesparteitag die richtigen Worte findet“. Schley fügte hinzu: „Keiner von uns denkt an Rücktritt, weil die SPD für viel mehr politische Inhalte steht. Die Art, wie sich Ude über die Sorgen und Nöte der Airport-Anlieger hinwegsetzt, empört mich aber massiv.“
Meister warnte davor, eine einseitige Strukturpolitik zu betreiben. „Man kann nicht immer nur in die prosperierenden Zentren wie den Großraum München buttern. Es gibt auch noch andere Regionen.“ Dort sei der Wunsch nach Förderung groß, während man rund um den Flughafen immer mehr regelrecht erdrückt werde.
In diese Kerbe schlug auch Schmidt: „Ich bin nach wie vor für eine Volksabstimmung. Wenn man es den Leuten erklärt, dann lehnen sie den Bau ab“, ist er überzeugt. Der SPD-Parteitag, auf dem das Nein zur Bahn beschlossen wurde, habe das gezeigt.
Gruber würde hingegen „sehr interessieren, wie sich die Münchner Grünen aufstellen. Bislang sind die auch für die Erweiterung. Das wird ein spannender Wahlkampf.“
(Hans Moritz)
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