Erding - 170 Aussteller aus der Region zeigen noch bis Sonntag auf der Leistungsschau Erding eine beachtliche Angebotsbreite. Am Donnerstag wurde die Gewerbeausstellung eröffnet.

© Kressierer
Ausruhen vom Messerundgang wollte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer am Stand eines Schreiners aus Altenerding.
Bange Blicke richteten die Organisatoren Herbert Rebhan und Ralf Hentschel von der Firma GARH sowie Anton Michl vom Gewerbeverein am Freitagmorgen gen Himmel. Sie fürchteten keinen Regen, sondern zu schönes (Vatertags-)Wetter. In der Tat: Die Hallen hätten zumindest am Donnerstag durchaus mehr Zulauf vertragen. Dennoch: Die Stände waren gut besucht.
Die Gäste sollten nicht enttäuscht werden. Denn ein Fazit konnte bereits gestern gezogen werden: Es muss nicht immer aus der Fabrik sein. Handel und Handwerk vor Ort sind in der Lage, auch auf individuelle Wünsche einzugehen.
Bei der offiziellen Eröffnung sagte Bürgermeister Max Gotz, es sei gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise richtig und wichtig, sich als leistungsfähiger Gewerbe- und Dienstleistungsstandort zu präsentieren. Kurzarbeit und erste Entlassungen zeigten, „dass auch wir in Erding global vernetzt sind. Wir sind ein Teil der Krise.“ Umso wichtiger sei es, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern die Stirn zu bieten. Dazu diene auch die Airfolgsregion. Ständige Zuwachszahlen im Tourismus bestätigten das. Die Airfolgsregion ist mit einem eigenen Stand vertreten.
In die gleiche Kerbe schlug Gewerbevereins-Vorsitzender Anton Michl. „Diese Leistungsschau ist unser erstes Kind. Wir hatten bis zum Eröffnungstag jede Menge Arbeit.“ Umso mehr könne sich das Ergebnis sehen lassen.
In der Tat ist die Angebots-Palette enorm groß. Bei den Gesundheitstagen stellen sich zahlreiche Praxen, Kosmetikstudios, Sanitätshäuser, Krankenkassen und Pflegedienste vor.
Das Eisstadion wird für vier Tage in eine große Bühne des heimischen Handwerks und Gewerbes umfunktioniert. Die Banken sind ebenso mit Ständen vertreten, wie Versicherungen, Handwerksbetriebe, Ingenieurbüros, Energieversorger, Baustoff- und -zubehörhändler, das Bundeswehr-Institut Wiweb und die Lebensmittel-Kette Feneberg, die dieser Tage in Erding eröffnet.
Auf dem Freigelände können Kleinkläranlagen, das Angebot der Raiffeisen-Waren GmbH, Balkone, Tore und Gartenfahrzeuge bestaunt werden.
Für Kurzweil ist vor allem auf dem Freigelände gesorgt. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Die Messe hat noch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Am Abschlusstag wird gegen 13 Uhr Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erwartet.
Von Hans Moritz
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