015.09.09|Lkr. Erding|Lkr. Erding|
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Erding - Am Konzept der Integrierten Leitstelle Erding wird gefeilt. So sollen Einsätze auch bei Großschadenslagen schnelle bewältigt werden können.

Alle Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst gehen bei der Integrierten Leitstelle in Erding ein. Foto: (ham)
Seit einigen Monaten läuft die Integrierte Leitstelle (ILS) Erding auf Vollbetrieb, das heißt: Alle 112-Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst werden hier disponiert. Erste Erfahrungen vor allem nach heftigen Unwettern zeigen: Es besteht Nachholbedarf, um auch extreme Spitzen auffangen zu können. Darum werden in den Landkreisen Erding und Freising je eine und im Landkreis Ebersberg zwei zusätzliche Kreis-Einsatzstellen aufgebaut. Christina Centner, Sprecherin des Landkreises Erding als Träger der ILS, stellt klar: „Diese neuen Einheiten nehmen keine Notrufe an, sie bekommen vielmehr von der ILS Einsätze zugewiesen, die etwa nach einem heftigen Gewitter zeitverzögert abgearbeitet werden können.“
Centner widersprach Berichten, dass bei zehn gleichzeitigen Notrufen jeder weitere Bürger das Besetztzeichen zu hören bekomme. „Im Extremfall können wir durch alle Abfrageplätze sowie fünf weitere, die über eine Rufbereitschaft besetzt werden, zehn Gespräche gleichzeitig annehmen.“ Danach folge eine Warteschleife in Deutsch und Englisch, die bis zum 50. Anrufer darum bittet, in der Leitung zu bleiben. „Das haben wir aufgrund eines Gutachtens so eingerichtet.“ Mehr als 50 gleichzeitige Notrufe kämen extrem selten vor, so die Sprecherin der Kreisverwaltung. Es habe bislang auch noch keine einzige Beschwerden gegeben.
In der Regel ist die ILS Centners Worten zufolge tagsüber mit drei Disponenten besetzt. Hinzu kommt ein Mitarbeiter in Bereitschaft. Nachts gelte die 2+1-Besetzung. „Bei erhöhtem Bedarf werden weitere fachkundige, aber ehrenamtliche Helfer, die Unterstützungsgruppe ILS, alarmiert“, so Centner.
Die Kreis-Einsatzstellen befinden sich im Aufbau. Dazu werden die bereits bestehenden Nachalarmierungsstellen (NAST) umgerüstet. Die NASTs seien bereits jetzt in den Alarmierungsplan eingebunden. Centner: „Das funktioniert.“
(Hans Moritz)
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