Buch am Buchrain - „Läuft in Buch am Buchrain ein perverser Katzenhasser herum?“, fragt eine Anwohnerin des Drosselwegs in Buch am Buchrain.

Ein hübscher Kerl war Kater „Bubi“. Ein Katzenhasser hat ihn erschossen. foto: fkn
Am Freitag, 16. Juli, lag der rote getigerte Familien-Kater „Bubi“ schwer verletzt und reglos an seinem Fressplatz hinterm Haus vor der Türe. Seine Besitzerin dachte zuerst an einen Autounfall. Doch bald stellte sich heraus: Ein Unbekannter hat mit der Schrotflinte Jagd auf die Katze gemacht.
Die Bucherin brachte „Bubi“ gleich in die Tierarztpraxis Dr.Neumaier/Dr.Astner. „Da der Kreislauf des Katers sehr instabil war, bekam er eine Infusion. Natürlich auch etwas gegen die Schmerzen. Als wir dann das Röntgenbild sahen, stockte Dr. Neumaier und mir der Atem“, erzählt die Frau aus dem Drosselweg. Drei Geschosse waren in dem kleinen Körper zu sehen, einer davon als Durchschuss im Bauchraum. „Auf der einen Seite war das Projektil durch den gesamten Körper gedrungen, um auf der andern Seite in der dicken Haut stecken zu bleiben“, erklärt sie. Das andere Projektil steckte zwischen Ober-und Unterschenkel und zersplitterte dabei die Knochen. Das dritte Geschoss saß unter der Haut. „Dieses Projektil konnte sofort entfernt werden. Leider mussten wir unsere Katze einschläfern lassen, da die inneren Verletzungen zu stark waren.“
Wann geschossen wurde, weiß Bubis Frauchen nicht. Laut Tierarzt sei dies nicht wirklich feststellbar. Nachbarn wollen an jenem Donnerstag einen Schuss zwischen 22 und 22.30 Uhr gehört haben.
Mit dem herausoperierten Projektil fuhr die Bucherin nach Erding zur Polizei. Wie der Beamte auf dem Revier feststellte, wurde mit einer Schrotflinte geschossen. Die Polizei fragte beim zuständigen Forstamt nach, doch das habe ausgeschlossen, dass ein Jäger geschossen hat. „Deshalb habe ich gegen den unbekannten Tierquäler Strafanzeige erstattet. Kann diese Person sich das langsame Dahinsiechen einer Katze eigentlich vorstellen? Auch Katzen sind Lebewesen. Wer macht so eine abscheulich schreckliche Tat?“, sagt die Frau aus dem Drosselweg.
„Unsere Kinder haben ihren Lieblingskater verloren, weil jemand seinem Tötungstrieb nachgeht“, klagt die Bucherin, die jetzt eine große Sorge umtreibt: „Kann man sich noch in den Garten setzen? Kinder spielen manchmal am Bach. Unsere Straße ist sehr schlecht ausgeleuchtet.“ (ml)
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