Langenpreising - Langenpreising hält an dem umstrittenen Supermarkt an der Gemeindegrenze zu Wartenberg fest. Weitere Fachmärkte werden aber untersagt.
Der Gemeinderat Langenpreising hat den Bauherrn, der einen Lebensmittelmarkt im neuen Gewerbegebiet „Südlich Isarkanal“ errichten möchte, vorerst zurückgepfiffen. Das Gremium lehnte das Baugesuch in der Sitzung am Dienstag erst mal ab. Der Bebauungsplan wird verändert und erneut öffentlich ausgelegt.
Am Tag zuvor hatte der Planer des Bauherrn im Hauptausschuss vorgetragen, dass auf dem Areal am Kreisverkehr vor den Toren Wartenbergs ein weiterer Fachmarkt vorgesehen sei, ein Drogerie- oder ein Tierfuttermarkt. Mit der Bebauungsplanänderung wird dies aber unterbunden. Neben einem Lebensmittelmarkt mit 800 und einem Getränkemarkt mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche werden nach dem Beschluss des Langenpreisinger Gemeinderats keine weiteren Einzelhandelsbetriebe zugelassen. Architekt Franz Pezold soll das in den Bebauungsplan einarbeiten. Nun folgt eine nochmalige Auslegung, weshalb der Satzungsbeschluss laut Pezold erst im April fallen kann.
Damit kommen die Langenpreisinger der Nachbarkommune Wartenberg zwar entgegen. Aber wohl nicht weit genug: Wie berichtet, lehnt die Marktgemeinde das Supermarktprojekt grundsätzlich ab, da es direkt mit einer Ansiedlung in Wartenberg konkurriert.
Alles andere ging einstimmig durch, auch die Verlegung der Zufahrt vom Grundstück der Wartenberger Kläranlage. Umgekehrt gab es vom Wasserwirtschaftsamt einen Rüffel wegen der Weigerung Wartenbergs, die Langenpreisinger an die Kläranlage anzuschließen.
Damit war das Baugesuch, wie sich Max Danner ausdrückte, „übereilt“, zumal wie berichtet auch der Erschließungsvertrag noch nicht vorliegt. Einzig Dürr wollte den Bauplan in dieser Situation jetzt schon passieren lassen.
Wartenbergs Bürgermeister Manfred Ranft sagte auf Nachfrage: „Wir halten das für ein freundliches Entgegenkommen, aber nicht für eine Lösung des Konflikts.“ Diese könnte nach Ranfts Lesart nur so aussehen, dass auf Einzelhandel komplett verzichtet wird.
Eine Normenkontrollklage hält er sich nach wie vor offen und glaubt trotz der Friedenssignale, dass die Langenpreisinger Planung einer solchen Klage nicht standhalten dürfte. Offizielle Verhandlungen im Rahmen des gerichtlichen Mediationsverfahrens hat es laut Ranft noch nicht gegeben. Der Gesprächstermin zwischen den Bürgermeistern sei auf Langenpreisinger Wunsch zustandegekommen.
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