Langenpreising - Ein Autotrip quer durch Südafrika war für Sarah Janke ein abenteuerlicher Weihnachtsurlaub. Sie und ihre Freunde fuhren von ihrem Arbeitsplatz in Pietermaritzburg nahe Durban nach Kapstadt - 1600 Kilometer hin und wieder zurück.

Babylöwen streicheln war für Sarah Janke einer der schönsten Augenblicke ihrer Tour durch Südafrika. foto: fkn
Heiligabend haben wir Freiwillige von der Organisation Siyabonga noch gemütlich in unserer Wohngemeinschaft gefeiert. Zwei Tage später starteten wir zu unserem Roadtrip über die Garden Route entlang der Südküste. Unsere Vorgänger im Center hatten uns ein passables Auto hinterlassen. Damit zu reisen, war einfacher als mit dem so genannten Baz Bus für Rucksackreisende. Unsere Zwischenstationen waren East London, Port Elisabeth, Knysna und Mossl Bay.
Nach stundenlangen Autofahrten waren wir oft froh, unsere nächste Backpacker-Unterkunft zu erreichen. Meistens sind das bunt bemalte Häuser und innen etwas schräg eingerichtet. Oft hat man Glück. Aber einmal kamen wir an einen betrunkenen Herbergsvater, für den Hygiene nicht unbedingt an an erster Stelle stand.
Die verschiedensten Nationen sind hier vereint, und so sitzt man abends zusammen. Wir haben auch viele Deutsche kennengelernt, die entweder das Land mit all seinen Facetten erleben wollten, oder wie wir ein Freiwillliges Jahr in Südafrika machen. In Kapstadt feierten wir Silvester - bei milden Temperaturen, aber mit ungewohnt wenig Feuerwerk, da Privatpersonen in Kapstadt keine Raketen abfeuern dürfen.
Mit so vielen neuen Eindrücken machten wir uns in der zweiten Januarwoche bei der Organisation „Siyabonga - Helfende Hände für Afrika“ an die Arbeit. Sieben Pakete mit Briefen von Paten, der monatliche Lebensmitteleinkauf und eine Liste mit Sonderspenden für Patenkinder ließen uns kaum eine Verschnaufpause. Dennoch genossen wir die Tage mit den Kindern im Center. Auch fingen wir an, die kargen Wände mit lustigen Tier- und Imbelimustern zu bemalen.
Auch einen kleinen Erfolg hatten wir zu feiern. Bei einem Wettbewerb des Senders Radio Gagasi belegte unsere Organisaton den vierten Platz und gewann 10 000 Rand (970 Euro). Davon bauen wir unser Gartenprojekt auf einer ungenutzten Wiese neben dem Bildungszentrum in Essigodini aus. Viele Aufgaben stehen an. Eine der größten wird der Bau des zweiten Bildungszentrums im Township Imbali sein.
Mehr über das Hilfsprojekt auf www.siyabonga.org.
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