Erding/München - Auch Erdinger Ärzte und Patienten haben sich am Sonntag an der Massendemo im Münchner Olympiastadion beteiligt. Die Botschaft, berichten Teilnehmr, sei rübergekommen.

Eindrucksvolle Kulisse: Im Olympiastadion probten Ärzte und Patienten den Schulterschluss gegen Medizinkonzerne. F.: dpa
Gut 22 000 Ärzte, Arzthelferinnen und vor allem Patienten haben Sonntagmittag auf eindrucksvolle Weise deutlich gemacht: An dem bewährten ambulanten und stationären Versorgungssystem mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern darf nicht gerüttelt werden. Unter den Demonstranten im Münchner Olympiastadion waren auch zahlreiche Mediziner und Patienten aus dem Landkreis Erding. Drei Busse hatten sich von Wartenberg und Isen aus auf den Weg ins Olympiastadion gemacht. Etliche weitere Teilnehmer hatten die S-Bahn genommen.
Einer von ihnen ist der Erdinger Allgemeinarzt Dr. Rainer Hart. Sein Resümee: „Es hat sich wirklich gelohnt, hierher zu fahren, um gegen die Kapitalisierung der medizinischen Versorgung zu Felde zu ziehen. Die Resonanz hätte nicht besser sein können.“ Es sei ein Unding, dass sich Konzerne wie die Rhön-Kliniken den Markt einverleibten und rein auf Gewinn ausgerichtete Versorgungszentren aufbauen. Kreise und Städte mit defizitären Einrichtungen könnten verlockt werden, an Aktiengesellschaften zu verkaufen. „Ich bin froh, dass uns das hier derzeit nicht droht“, so Hart, der dem Versprechen von Landrat Martin Bayerstorfer glaubt, die Kliniken Erding und Dorfen in Trägerschaft des Kreises zu behalten.
(ham)
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