614.05.09|Lkr. Erding|Lkr. Erding|
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Erding - Der Probebetrieb ist vorbei, die Integrierte Leitstelle arbeitet auf Hochtouren. Erfreulich: Die vielerorts monierten Kinderkrankheiten waren in Erding allenfalls Wehwehchen.

© ham
Die neue Schaltzentrale für Notrufe aller Art: Die Integrierte Leitstelle am Rotkreuzhaus in Erding hat ihre Arbeit aufgenommen. Nennenswerte Probleme gab es während der Startphase nicht.
Mit der Integrierten Leitstelle (ILS) in einem technisch hoch gerüsteten, insgesamt drei Millionen Euro teuren Neubau am Rotkreuzhaus in Erding wird die schnelle Hilfe im Notfall in den Landkreisen Erding, Ebersberg und Freising regelrecht revolutioniert. Der Bürger muss sich nur noch einen Notruf merken, wenn er Rettungsdienst oder Feuerwehr benötigt – die 112. Die ILS löst die BRK-Rettungsleitstelle ab. Die Feuerwehren werden nicht länger von der Polizei alarmiert. Deren Notruf bleibt die 110.
Das neue Computersystem Eldis stellt zudem einen Meilenstein in der Alarmierung dar. Das bisherige System Basis arbeitet mit Alarmstufen. Die Nachfolge-EDV kennt hingegen rund 50 Einsatzstichworte, mit denen der ILS-Disponent den Computer speist. „Der Rechner sucht dann nicht nur die zuständige Ortsfeuerwehr beziehungsweise Rettungswagen heraus, sondern bei aufwändigen oder größeren Einsätzen zusätzliches Gerät anderer Einheiten“, erklärt Kreisbrandrat Willi Vogl, einer der ILS-Väter in Erding. Dabei gelte der Grundsatz: „Die nächstgelegene Feuerwehr wird hinzugezogen.“ Er ist überzeugt, dass sich das System nach wenigen Wochen eingespielt haben wird.
Andernorts gab’s reihenweise gefährliche Pannen. In Erding ist der soeben zu Ende gegangene zweimonatige Probebetrieb – in dieser Zeit arbeiteten ILS und Leitstelle sowie die für die Phase der Umstellung eigens aus dem Boden gestampfte Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) zweigleisig – weitgehend problemlos verlaufen. „Aufgrund der intensiven Schulung, vor allem jedoch wegen des großen Engagements unserer Mitarbeiter traten bislang keine Probleme mit Außenwirkung auf“, versichert Landrat Martin Bayerstorfer.
Rettungskräfte bestätigen auf Nachfrage diese Einschätzung.
Ganz abgeschlossen ist das ILS-Konzept noch nicht. Von Erding aus werden derzeit die Rettungsdienste in allen drei Landkreisen sowie die Erdinger und Freisinger Feuerwehren alarmiert. Für die Wehren im Kreis Ebersberg ist noch die dortige Polizei zuständig.
(ham)
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