Altenerding - Temperaturen um die elf Grad und Nieselregen: Perfektes Festival-Wetter gab es am Samstag nicht. Der Stimmung beim 5. Open Airding tat das aber keinen Abbruch: Mehrere Hundert Fans rockten im Sepp-Brenninger-Stadion.

Rein in Regenjacke und Gummistiefel, und rauf auf die Tanzfläche: Getreu dem Motto „Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur die falsche Kleidung“ ließen sich die Besucher den Spaß am Open Airding von der Kälte und dem ständigen Nieselregen nicht verderben. Sie tanzten ausgelassen auf der Wiese vor der Bühne im Sepp-Brenninger-Stadion, die sich innerhalb kürzester Zeit in ein Schlammloch verwandelte. Den Musikfans war’s egal, ob sie mit dreckigen Jeans und völlig durchnässt nach Hause kamen. Hauptsache, Stimmung und Musik passten.
Partystimmung der ganz anderen Art machten die Anzinger Buam von Gsindl. Die fetzige Musik mit frechen Texten der Mundart-Rocker kam gut an.
Gute Laune und ein bisschen Sommerfeeling zauberten gegen Abend auch die acht Musiker von beNuts ins verregnete Stadion. Mit ihren jazzigen Ska- und Reggaenummern entführte die Münchner Band das Publikum an den „Ska Beach“ und forderte es auf: „Shut up and dance!“ Ihre heißen Rhythmen und verrückten Texte in acht Sprachen machten einfach Spaß und ließen die Besucher das schlechte Wetter zumindest für kurze Zeit vergessen.
Wer da noch nicht mit tanzte, der konnte spätestens beim Headliner Fiddler’s Green nicht mehr stillstehen. Sie lieferten statt angestaubter Traditionsmusik von der grünen Insel eine flottere und modernere Version. Fürs Publikum gab's kein Halten mehr: Die Besucher drängten sich an die Absperrung vor der Bühne, hüpften, tanzten und feierten.
Von dieser tollen Stimmung waren auch die Veranstalter - das Jugendzentrum Erding in Zusammenarbeit mit dem Verein Moe und über 50 freiwilligen Helfer - begeistert. Ihnen hatte jedoch die Schafskälte einen Strich durch die Rechnung gemacht. Den Besucherrekord vom Jahr 2007 - damals waren es mehr als 1300 Musikbegeisterte - wollten sie knacken. Im Vorverkauf waren jedoch nur rund 450 Karten unters Volk gebracht worden. Und auch der große Ansturm an der Abendkasse, in dem bei den vergangenen Festivals hunderte Kurzentschlossene aufs Gelände strömten, blieb wetterbedingt aus. Zufrieden sind die Open Airding-Macher aber dennoch: „Wir sind aber sehr froh, dass trotz des miesen Wetters so viele gekommen sind“, hieß es gestern aus dem Team. Das Fazit der Veranstalter: „Schlechtes Wetter, Schlamm in Massen, aber die geilste Festivalstimmung ever auf einem Open Airding.“
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