Landkreis - Eine durchwachsene Faschingsbilanz ziehen die Polizeiinspektionen Erding und Dorfen sowie das Ingolstädter Präsidium. Denn längst nicht alle Narren konnten zwischen Alkoholkonsum und Autofahren trennen.

Verstärkte Präsenz zeigte die Polizei beim Moosgeistertreiben, für das erstmals ein Schnapsverbot galt. Foto: (ham)
Ins Faschingsresümee fällt auch der tödliche Unfall Ende Januar bei Niederneuching, bei dem ein 18-Jähriger nach einem Kleinunfall von einem betrunkenen 26-Jährigen überrollt worden war. Die Faschingsbilanzen umfassen den Zeitraum vom 13. Januar bis zum 22. Februar.
Für die Erdinger Polizei berichtet Vize-Inspektionsleiter Bodo Urban, dass 2397 Fahrer kontrolliert und 458 Alkotests durchgeführt worden seien. „Obwohl die närrische Zeit heuer kürzer war, haben mehr Kontrollen stattgefunden“, so der Kommissar. Sechs Scheine wurden sichergestellt, acht weniger als vor einem Jahr. „Dennoch haben die Trunkenheitsfahrten leider zugenommen“, so Urban. 22 seien es heuer gewesen - im Gegensatz zu 13 in 2011. Zwei Fahrer hätten unter Drogeneinfluss am Steuer gesessen. Vier Unfälle ereigneten sich unter dem Einfluss von Alkohol.
Die Gesamtstatistik für den Landkreis übermittelte am Mittwoch das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Bei 13 Unfällen sei Alkohol, in einem Fall Drogen im Spiel gewesen. Es gab 19 Verletzte und einen Toten. Ohne (Unfall-)Folgen blieben 89 enttarnte Alkohol- und zwölf Drogenfahrten. Insgesamt 80 Blutentnahmen wurden durchgeführt. Danach mussten 50 Führerscheine sichergestellt werden. Laut Präsidium wurden 7502 Fahrer kontrolliert und 1708 Schnelltests durchgeführt.
In Erding gab es heuer die Besonderheit des Schnapsverbots beim Moosgeistertreibens am Faschingsdienstag. Wie berichtet, wurde die Anordnung der Stadt durch einen privaten Sicherheitsdienst und aufgestockte Kräfte der Polizei überwacht. Urban berichtet, dass es unter Gästen und Anbietern viele Diskussionen über das Vorgehen gegeben habe. Weiter teilt er mit, dass sich sämtliche Gewerbetreibende in der Innenstadt auf das Verbot eingestellt und nur alkoholische Getränke mit weniger als 15 Prozent Alkohol angeboten hätten. Insgesamt sei das Moosgeistertreiben friedlich verlaufen. Turbulent wurde es erst zu späterer Stunde.
(ham)
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