Pemmering - Vom Nirschl-Bräu ist schon die Rede, wenn in Insider-Kreisen von der Braukunst des Andreas Nirschl geredet wird. Der besonders vollmundige Geschmack komme auch bei Frauen überaus gut an, heißt es dann. Dabei hat der 24-jährige Pemmeringer bisher nur geringe Mengen seines Bieres zum Privatgebrauch hergestellt.

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Literflaschen mit Bügelverschluss: Der 24-jährige Andreas Nirschl füllt seinen Sud in alte Flaschen vom Flohmarkt ab. Foto: Zimmerer
Mit seinem Einstieg in eine Kleinbrauerei in Schnaitsee, die sich Baderbräu nennt und von sechs Idealisten betrieben wird, könnte sich das sehr bald ändern. Auf der Suche nach Abnehmern ist er bereits fündig geworden, so in einem Isener Bioladen. Das besondere an Nirschls Weißbier sind nicht nur Geschmack und Naturtrübe, das selbstverständlich nach dem Reinheitsgebot gebraute Getränk wird im Uralt-Liter-Format mit Bügelverschluss angeboten. Die Flaschen stammen kurioserweise von Flohmärkten, sowie aus alten Privatbeständen und tragen schon mal bekannte Prägungen wie „Bachmaier“ oder „Bräu z’Loh“.
Seine Berufung gefunden hat Andi, wie er genannt wird, erst auf Umwegen. So machte er nach der Realschule zunächst eine Lehre zum Versicherungskaufmann, ging anschließend jedoch auf die BOS. In dieser Zeit machte er zusammen mit einem Spezl, der Bierbrauer lernte, erste Brau-Versuche und der Funke zündete. Nach der BOS folgte eine Lehre beim Wildbräu in Grafing, die er mit Bravour abschloss und bei der „Münchner Braumeisterschaft 2009“ belegte Nirschl sogar einen 1. Platz.
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