213.08.10|Lkr. Erding|Lkr. Erding|1
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Erding - Der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie des Kreiskrankenhauses Erding ist erneut ein spektakulärer Erfolg gelungen.
In einer mehrstündigen Operation hat das Team einen beidseitigen Brustaufbau nach Brustkrebs mittels körpereigenen Gewebes in mikrochirurgischer Technik erfolgreich absolviert. Damit sei diese Technik endgültig als Standardeingriff am Kreiskrankenhaus Erding etabliert, so Regina Thissen, Sprecherin des Krankenhauses.
Die Amputation der weiblichen Brust nach Brustkrebs ist ein Eingriff, der die körperliche und psychische Unversehrtheit der betroffenen Frauen in höchstem Maße einschränkt und oft nie ganz überwunden werden kann. Viele Frauen wünschen sich deshalb nach überstandener Krankheit eine Wiederherstellung ihrer zerstörten weiblichen Silhouette.
Es sei aber noch weitgehend unbekannt, dass hierzu nicht nur Silikon-Implantate, sondern auch körpereigenes Gewebe zum Einsatz kommen kann. „Die Kosten für diese Operation werden nach Brustkrebs in vollem Umfang von den Kassen übernommen“, erklärt Thissen. Bei der jetzt in Erding operierten Patientin hatten sich erhebliche Probleme mit den Silikon-Implantaten ergeben.
Bereits der einseitige Brustaufbau mittels körpereigenen Gewebes wird laut Thissen europaweit nur in wenigen Zentren angeboten. Die Königsdisziplin bei der mikrochirurgischen Brustrekonstruktion mittels körpereigenen Gewebes sei der gleichzeitige beidseitige Brustaufbau, wie er jetzt in Erding gelungen ist.
Ein Team aus drei Operateuren, drei Anästhesisten und elf OP- und Anästhesie-Pflegekräften hat das geschafft. „Dank der engen Zusammenarbeit mit der Intensivstation und der Intermediate Care Station sowie der qualifizierten Betreuung durch die Station 4B des Kreiskrankenhauses war die Patientin bereits wenige Tage nach der Operation wieder wohlauf“, so Thissen. (ml)
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