Erding - Die Ausweitung des Angebots beschert dem Stadtbus mehr Fahrgäste. Vor allem die Anbindung nach Langengeisling zahlt sich aus.
Mehr Angebot, mehr Kosten: Auf diesen Nenner kann man die Bilanz der Stadtbuslinien für 2010 bringen, die Stadtplaner Wilhelm Wagner am Donnerstagabend im Verwaltungs- und Finanzausschuss präsentiert hat. Sie basiert auf der Abrechnung des Landratsamtes, die immer für einen zwei Jahre zurückliegenden Zeitraum erfolgt. Danach ergibt sich für die sechs Stadtbuslinien ein Zuschussbedarf für die Betriebskosten von 576 800 Euro, plus Verwaltungskostenpauschale von 6600 Euro. Zieht man den ÖPNV-Zuschuss des Freistaates (66 00 Euro) ab, hat die Stadt 2010 also 517 000 Euro zu zahlen. 2009 waren es noch 428 000 Euro.
Auch die erst seit Anfang Dezember 2011 angebotene Verlängerung der Linie 520 nach Pretzen macht sich positiv bemerkbar. Hier rechnet man heuer mit 15 000 Fahrgästen.
Einziger Wermutstropfen in der Bilanz ist die Linie 550/560. Sie ist stark rückläufig. Dies liegt daran, dass die FOS/BOS-Schüler vom Korbinian-Aigner-Gymnasium in ihr eigenes Gebäude am Irlanger umgezogen sind und diese Busse nicht mehr nutzen. In Zahlen ausgedrückt: Fuhren 2010 noch 315 000 Personen mit, waren es 2011 nur noch 276 000.
Bei einer Verkehrskonferenz am 29. Februar im Rathaus sollen mit Landratsamt, Busunternehmen und Polizei alle Linien auf den Prüfstand kommen und Verbesserungen erarbeitet werden. Rainer Mehringer (UWE) drängte darauf, auch die Verkehrssituation an der Siglfinger Straße zu berücksichtigen. Diese habe sich duch die FOS/BOS verschärft. Bürgermeister Max Gotz (CSU) hofft darauf, dass sich die Lage verbessert, wenn die Erweiterung der Kletthamer Grundschule abgeschlossen ist. (zie)
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