Im Kampf gegen die drohende Null-Promille-Grenze und das Werbeverbot für Brauereien hat Weißbräu-Inhaber Werner Brombach prominente Schützenhilfe bekommen: Sozialministerin Christa Stewens.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat, wie berichtet, einen Aktionsplan vorgelegt, der Brauer und Wirte in Alarmbereitschaft versetzt. Unter anderem ist die Rede von einer Null-Promille-Grenze sowie einem Marketing- und Sponsoringverbot für Brauereien.
Am Montag besuchte die stellvertretende Ministerpräsidenten und Sozialministerin Christa Stewens die weltweit größte Weißbierbrauerei. Inhaber Werner Brombach nahm die CSU-Politikerin sofort ins Gebet.
Hinzu komme, "dass Bier nicht das Problem ist. Das ist der Schnaps", so die Spitzenpolitikerin.
Mit Brombach stimmte sie überein, "dass man das Problem des Koma- und Flatrate-Saufens über den Jugendschutz in den Griff bekommen muss". Der fällt in das Ressort der Ebersberger Politikerin. Ein Verbot will sie nicht ausschließen. Hier müsse mehr geschehen, die Jugendämter seien gefordert. Auch das Werbeverbot lehnt Stewens strikt ab. "Die Vereine sind auf das Geld angewiesen", so die Stellvertreterin von Günther Beckstein, der gestern Abend im Weißbräu-Zelt sprach.
Beim Weißbräu machte Stewens aber auch Station, um sich über die Ausbildungssituation zu informieren. 17 Azubis stehen unter Vertrag, berichtete Geschäftsführer Peter Liebert. Angeboten würden die Fachrichtungen Brauer, Industriekaufmann/-frau, Lagerwirtschaft, Elektriker und Schlosser. "Die Chancen, übernommen zu werden, sind bei uns sehr gut", so Liebert.
Personalleiter Ernst Schieder berichtete, weltweit seien 450 Menschen für den Weißbräu tätig, davon 350 am Standort Erding. Pro Jahr erhalte man rund 5000 Bewerbungen. Dafür gebe es ein eigenes Online-Portal. (ham)
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