305.09.10|Lkr. Erding|Lkr. Erding|9
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Artikel: Viele Schlägereien: „Nachtschichten machen zur Zeit keinen Spaß“
Erding - Das Herbstfest ist zu Ende. Froh darüber sind die Beamten der Erdinger Polizei. Sie hatten viel zu tun - leider.

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Täterbefragung in der Sparkasse: Momentaufnahme einer unruhigen Nacht im Zentrum von Erding. Foto: Moritz
Am Ende zweier langer Nächte zog Polizeihauptkommissar Johann Schmid ein ernüchterndes Fazit: „Nachtschichten machen zur Zeit keinen Spaß.“ Am Wochenende waren die Streifen der Erdinger Polizei zur Schlafenszeit fast ohne Pause unterwegs, um Schlägereien zu beenden, betrunkene Streithähne zu trennen und zum Teil gar nicht so unerhebliche Verletzung3n zu protokollieren. Es handelte sich in fast allen Fällen um Herbstfestbesucher, die nach ausgiebiger Zechtour besser nach Hause als in die nächste Kneipe gegangen wären. Gleich drei Schlägereien wurden rund um den Weinwirt ausgetragen. Kurz vor 1 Uhr waren ein 23- und ein 32 Jähriger mit einem jungen Mann (20) aneinander geraten. Auch nachdem letzterer zu Boden gegangen war, bekam er Tritte ab. Er erlitt eine Schürfwunde und eine Prellung des Kehlkopfs. Eine Behandlung lehnte er ab. Eine Befragung schied aus, alle Beteiligten waren laut Polizei zu betrunken. Nur eine Viertelstunde später mussten die Beamten wieder zu dieser Adresse ausrücken Ein 20-Jähriger aus Markt Schwaben hatte einer Isenerin (21) derart heftig ins Gesicht geschlagen, dass sie eine blutende Wunde am rechten Auge davontrug. Hier wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Weitere 15 Minuten später entwickelte sich dort aufgrund des Ansturms ein Gemenge, aus dem ein Moosinninger einem Erdinger (beide 42) eine Watschn verpasste. Auch hier war Alkohol der Auslöser. Der Discogast wurde angezeigt.
Kurz vor 2 Uhr eskalierte die Gewalt vor der Bar Almlounge an der Langen Zeile: Einem Vaterstettener (25) und einem Finsinger (23) war der Eintritt verwehrt worden. Sie taten sich zusammen, packten einen Angestellten und rammten ihm die Faust ins Gesicht. Auch das ist gefährliche Körperverletzung.
Auch in der neu eröffneten Bar Schiaßn war die Polizei gefragt. Abgewiesene Gäste und Türsteher waren sich in die Haare geraten. Es kam zu Schubsereien, bei denen aber niemand verletzt wurde.
(ham)
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