323.02.10|Lkr. Erding|Lkr. Erding|
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Erding - Emmi und Willi haben eine wichtige pädagogische Aufgabe: Die Vierbeiner sind Teil des Konzepts „Hund im Kinderhaus“ am Erdinger Montessori-Kinderhaus.

Ein Herz und eine Seele: Waltraut Di Mino mit Bulldogge Willi. Foto: Janker
Laut bayerischem Bildungs- und Erziehungsplan sollen Kinder von klein auf lernen, verantwortungsvoll mit Natur und Tieren umzugehen. Dem kommen das Montessori-Kinderhaus und die Children’s School in Erding schon seit Jahren nach. Die Hunde Emmi und Willi sind dort wichtiger Bestandteil des erzieherischen Konzepts, der tiergestützten Pädagogik. „Denn was in Altenheimen, Krankenhäusern und Hospizen schon lange funktioniert, kann im Kindergarten nicht schaden“, erklärt Erzieherin Sonja Daimer.
Den ersten Kontakt mit Hunden gab es schon im Jahr 2004. „Einige Erzieherinnen hatten ihre Vierbeiner mit ins Kinderhaus gebracht“, erinnert sich Waltraut Di Mino, ebenfalls Erzieherin und Frauchen der französischen Bulldogge Willi. Die Kinder seien so begeistert von den Tieren gewesen, dass auch Film- und Therapiehunde besucht wurden und Ausflüge mit den Vierbeinern unternommen wurden. „Vor allem die Integrationskinder, die einen speziellen Förderbedarf haben, sind prima mit ihnen ausgekommen“, erzählt Daimer, die ihre Golden Retriever-Hündin Emmi seit April 2008 einmal in der Woche im Kinderhaus mit dabei hat. Seit knapp einem Jahr ist auch Bulldogge Willi regelmäßiger Gast.
Bis es überhaupt zu diesen Besuchen kommen konnte, war es ein weiter Weg. „Die Eltern waren am Anfang natürlich skeptisch“, berichtet Di Mino. Doch in Gesprächen habe man ihnen die Ängste nehmen können. „Die Hunde sind geimpft, entwurmt und besuchen regelmäßig die Hundeschule“, beruhigt Daimer und erklärt die Ziele der tiergestützten Pädagogik. Viele Kinder hätten kaum mehr die Möglichkeit, eine Beziehung zu einem Tier aufzubauen. „Die Kinderhaus-Hunde helfen, emotionale und soziale Kompetenzen sowie das Selbstbewusstsein zu stärken.“
Die Teams der beiden Montessori-Häuser, in denen insgesamt 60 Kinder betreut werden, stehen in regem Austausch mit anderen Einrichtungen, die mit tiergestützter Pädagogik arbeiten. Zudem besuchen sie regelmäßig Fortbildungen, um auf dem Laufenden zu bleiben. (vam)
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