Moosburg - Mit einem rauschenden Fest auf dem Plan haben Tausende von Moosburgern den Beginn des Festspieljahrs gefeiert. Es war ein Spektakel aus Kunst und Musik.

Rund um den Plan zucken aus acht Flammenwerfern zum Rhythmus der Musik Feuerzungen empor. Disco-Scheinwerfer malen Muster an den Turm des Münsters St. Kastulus, um Sekunden später farbige Lichtfinger in die Menge zu schicken, die dicht gedrängt auf dem Platz steht. Über allen verebbt ganz langsam das riesige Feuerwerk, mit dem die Moosburger das neue Jahr begrüßen.
Der Platz ist in ein unwirkliches Licht getaucht, die Farben wechseln kaleidoskopartig. Die Menschen liegen sich in den Armen, einige haben Wunderkerzen dabei. Das klassische Musikstück untermalt und ergänzt das gewaltige Spektakel, sauber abgemischt, ohne zu laut zu werden.
Zuvor hatte die Moderatorin Michaela Hofmann viel zu erzählen: Sie berichtete von den Schlüsseln, mit denen die Moosburger ihre „Festspielstadt“ aufschließen können, und die – auf Lochplatten befestigt – zum Gesamtkunstwerk vereint werden sollen. Zusammen mit der Rose aus Stahl, die Kurt Schwäger und Leander Wennige bei der Feier aus einer stählernen Platte herausbrennen, suchen diese Schlüssel aber noch einen festen Platz.
Hofmann erzählt vom Festspiel selbst und der Handlung und macht deutlich, um was es hier eigentlich geht: Moosburg beginnt das Festspieljahr 2010. Die Glocken von St. Kastulus tragen das ihre dazu bei, und DJ Complexxx an den Plattentellern gibt alles. „Hallo Moosburg, das kennt ihr wohl so nicht, was?“ Seine launige Bemerkung beim Soundcheck ist Programm.
So etwas hat der Plan tatsächlich noch nicht gesehen: Buden rund um den Platz versorgen die Gäste. Die Aufforderung, in der Menge keine Feuerwerkskörper abzubrennen, wird tatsächlich befolgt. Das verhindert freilich nicht, dass von außen eine verirrte Silvesterrakete mitten in die Menschenmasse fliegt. Sofort sind die Sicherheitsdienstleute da und machen die Gruppe, die die Rakete abgefeuert hat, ausfindig.
Die Feier geht weiter, und DJ Complexxx will Begeisterung sehen: „Die Arme nach oben!“ Er bekommt, was er will. Beim Vorstand macht sich Entspannung breit: „Wir haben mal für 3000 Leute kalkuliert“, hatte Vorstandsvorsitzender Hans Stettmeier vor Veranstaltungsbeginn gesagt. Der Testlauf für die Festspiele ist gelungen.
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