021.06.09|Lkr. Freising|Lkr. Freising|1
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Moosburg - Tausende Besucher zog es am vergangenen Wochenende nach Moosburg, um beim dritten „Spectaculum“ am Zehentstadel in die romantische, aber auch raue Welt des Mittelalters einzutauchen.

© Klaus Kuhn
Die unzähligen Gäste taten gut daran, ihre Kenntnisse aus dem Deutsch-Leistungskurs wieder hervor zu holen. Texte von Christian Morgenstern standen auf dem Programm: „Draußen der Wind durch die Zweige sang. Was willst du, Menschenkind?“ „Geige und Wind“, der Gegensatz von Mensch und Natur, interpretiert von den beiden charismatischen Sängerinnen Sandra und Fiona von Faun, war aber schon die erste von drei Zugaben des großartigen Konzerts der fünfköpfigen Band, die seit Jahren an der Spitze der Szene steht und den künstlerischen Höhepunkt des ganzen dreitägigen Festes markierte und eigentlich nur unter den Schwächen der Technik zu leiden hatte.
24 Stunden später standen die Streuner auf der Bühne. Der Name ist Programm: Sauf- und Trinklieder sind die Spezialität dieser fröhlichen Gesellen, die einfach nur einen riesigen Spaß machen und glücklicherweise dazu bewegt werden konnten, auf die Bühne auf dem Platz zu gehen und nicht im Saal zu bleiben. Am gestrigen Sonntag kamen sie doch wieder: Furunkulus, zu denen in Moosburg nichts mehr gesagt werden muss. Das wäre auch zwecklos, denn bei denen versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Dazwischen immer wieder Feuerspucker und Gaukler, Märchenerzähler und das nette „Mäuseroulette“ für die Kinder, Schwertkämpfe und Bogenschießen, Axtwerfen und Armbrustschießen, Hautmalereien und Schmied bei der Arbeit, Goldschmied in Aktion und ein stolzer Steinadler auf der Schulter seines nicht minder stolzen Besitzers.
Viele Mitmach-Angebote mit Lerneffekt machten wieder einmal das Moosburger Spectaculum zu einem erstklassigen Ausflugsziel für ganze Familien, und diese haben das auch konsequent genutzt.
Die Musikgruppen erschöpfen sich nicht in den genannten Formationen: So waren „Fatzwerk“ aus der Hallertau wieder da, Nachtwindheim darf zu den Stammgästen zählen. Sie spielten abwechselnd den ganzen Tag über, begleiteten auch schon mal den Freisinger Gaukler und Magier „Linkszwo3“. Abends aber hatte er seinen großen Auftritt: „Eisbär“ spuckte Feuer, dass den Gästen der Mund offen stehen blieb.
Die Pferdefreunde Moosburg haben diese drei Tage für die Moosburger und ihre Gäste organisiert. Nächstes Jahr wollen sie aussetzen, sagte Josef Heise, einer der Mitorganisatoren, jetzt schon. Grund: Dann ist in Moosburg Festspielzeit.
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