Rudelzhausen - Noch ist der Landkreis Freising bei Google Street View nur in Planung. Doch der Gemeinderat Rudelzhausen hat in seiner jüngsten Sitzung schon mal Vorsichtsmaßnahmen beschlossen.
Für den Fall, dass die Google-Autos Sehenswürdigkeiten und öffentliche Gebäude wie die Grundschule Rudelzhausen und den Kindergarten Tegernbach tatsächlich ins Visier nehmen und abfotografieren, hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefällt: Sehenswürdigkeiten ja, Schule und Kindergarten nein.
„Wir sollten Widerspruch einlegen“, fand Alois Rank (Bürgerliste). Antonie Hagl (CSU) sprach von Verletzung der Privatsphäre: „Der Schutz für die Kinder geht vor.“ Georg Obermeier (FWG) wandte ein, dass immerhin auch viele „Schauermärchen“ im Umlauf seien. Die Auflösung der Fotos sei beispielsweise nicht so hoch, dass man Gesichter genau erkennen könnte. Bei der Abstimmung votierte jedoch eine breite Mehrheit für das Widerspruchsrecht. Das Ergebnis: 14:3 Stimmen.
Beim Kindergarten Rudelzhausen legte der Gemeinderat keinen Widerspruch ein. Da es sich bei der Betreuungsstätte um eine kirchliche Einrichtung handelt, ist dort auch die Kirche am Zug.
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